„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, erklärte der ehemalige Oberbürgermeister Kurt Seggewiß am Donnerstag bei der Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe Neustadt der Kliniken Nordoberpfalz. In der Personalcafeteria des Klinikums empfahl er den Absolventen, ihr neues Aufgabenfeld mit Herz, Hand und Kopf anzugehen. Zwölf Schüler hatten nach einjähriger Ausbildung bestanden. Davon sind neun weiblich.
Beste Absolventin war Kerstin Angerer-Soares mit einem Notendurchschnitt von 1,6, gefolgt von Franziska Buckenleib (2,6). Fünf der Absolventen werden eine dreijährige Ausbildung mit Schwerpunkt Pflege bei den Kliniken Nordoberpfalz beginnen. Drei weitere planen eine Ausbildung bei anderen Trägern. Vier werden dem Pflegeberuf treu bleiben.
Die Schulleiterin der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe, Elisabeth Stahl, erinnerte an das abgelaufene Ausbildungsjahr. „Es war ein aufregendes, mit großen Herausforderungen, viel Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein von allen Beteiligten.“
Dann ging sie auf die Pandemie-Problematik ein. „Das kannte ich bisher nur vom Rot-Kreuz-Unterricht zum Thema Katastrophenschutz." Natürlich sei die Situation mit Sorgen verbunden gewesen: Mit der Angst um die Ausbildung, mit der Angst, dass Angehörige angesteckt werden könnten.
Plötzlich habe die Ausbildung zum Pflegeberuf mitten in einer Art „Kriegsschauplatz“ stattgefunden. „Und Sie standen in der ersten Reihe und haben eine elementare Rolle gespielt."
„Wir sind gemeinsam durch die Arbeit auf Station gegangen, wir haben Online-Unterricht ausprobiert und feststellen dürfen, dass es Vorteile gibt.“ Auf Vorgabe der Regierung seien praktische Prüfungen am Patientenbett nicht erlaubt gewesen. Stattdessen habe man im Demo-Raum an der Pflegepuppe gearbeitet. „Ein Schock für uns alle.“
Dank Ute Böhm, die ihren Ruhestand um zwei Monate verschoben habe, seien 43 "Drehbücher" verfasst worden, beginnend mit der Patientengeschichte, den Prüfungsaufgaben, bis dahin hin, was die Patienten-Puppe wohl zu sagen hätte. Ausbildung sei eben nicht nur Schulsache: „Es gehören sehr viele fleißige Unterstützer und wohlwollende Mitstreiter dazu.“
















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