Schnellere Verbindungen, Lärmschutz, Barrierefreiheit an Bahnhöfen – die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Marktredwitz und Regensburg vereint mehrere Projekte. "135 Kilometer Bahnstrecke, 17 Bahnhöfe, 121 Eisenbahn- und 79 Straßenbrücken sowie 26 Bahnübergänge. Es gibt viel zu tun", sagt Norman Wilk, Projektleiter bei der Deutschen Bahn bei einem Pressegespräch. "Bis Ende des Jahres soll die Vorplanung des Bahnausbaus komplett abgeschlossen sein." Ziel sei es, umweltfreundliche und leisere Züge einzusetzen sowie Schallschutzwände aufzubauen. "Wir wollen zudem den Fernverkehr wieder einführen. Potenzielle Halte sind Weiden, Schwandorf und Wiesau. Auch soll es neue Haltepunkte geben, wie zum Beispiel in Regenstauf-Diesenbach oder Regensburg-Wutzlhofen." Zwischen Reuth und Windischeschenbach verkürze die Deutsche Bahn die Strecke um 700 Meter. "Die Fahrgäste sollen zwischen Marktredwitz und Regensburg 20 Minuten Fahrzeit einsparen."
Ein zentrales Element des Bahnausbaus sei der barrierefreie Umbau von Bahnhöfen, sagt Wilk. Die Bahnhöfe in Weiden, Schwandorf, Wiesau, Nabburg und Irrenlohe sollen um- und ausgebaut werden. "In der Bauabfolge stehen Weiden und Schwandorf an erster Stelle. Dort entstehen neue Gleisanlagen, was umfangreiche Eingriffe notwendig macht." Wann es mit den Bauarbeiten losgeht, stehe aber noch nicht fest. Maßgebliche Entscheidungen würden der Deutsche Bundestag und die Bundesbehörden treffen, erklärt der Projektleiter. "Wir gehen davon aus, dass die 30er-Jahre von der Bauphase geprägt sein werden."
Ausführliche Informationen rund um die Elektrifizierung bekommen Bahnreisende, Anwohner und alle anderen Interessierten auf fünf "Infomärkten" in der Oberpfalz. Los geht es am 17. Januar in der Max-Reger-Halle in Weiden. Weitere Termine finden in Wiesau (31. Januar, Rathaus), Nabburg (19. Februar, Nordgauhalle), Schwandorf (28. Februar, Oberpfalzhalle) und Maxhütte-Haidhof (13. März, Stadthalle) statt. Alle "Infomärkte" haben von 15.30 bis 19 Uhr geöffnet.















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