17.09.2021 - 17:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bauausschuss Weiden bringt Rahmenplan Wittgarten auf den Weg

Rund um den Wittgarten und den Josef-Witt-Platz in Weiden soll es in den nächsten Jahren tiefgreifende städtebauliche Veränderungen geben. Die Pläne gefallen den Stadträten. Die Kleingartenanlagen spielen dabei eine besondere Rolle.

Kleingartenanlage beim Wittgarten Siechenstraße Bild: Gabi Schönberger
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Städte verändern sich, Weiden verändert sich. Für Oberbürgermeister Jens Meyer ist Stadtentwicklung ein nie endender Prozess, und so sei es mehr als sinnvoll nach Fertigstellung des Wittgartendurchstichs nun weiter zu denken. "Auch das dortige Umfeld schreit nach einer Veränderung", sagte er in der Bauausschusssitzung am Donnerstag. Mit Blick vom Gelände der Stadtwerke bis zum Josef-Witt-Platz sei Vieles möglich. "Beim Schweigerblock wird bereits mit viel Herzblut gearbeitet. Das wird schön werden und vielleicht noch manchen Skeptiker überzeugen."

Mit der Rahmenplanung würden die Möglichkeiten und Ziele festgehalten, die bei den späteren Beplanungen berücksichtigt werden sollten, erläuterte Bau- und Planungsdezernent Oliver Seidel die weitere Vorgehensweise. Der Bauausschuss nickte den Beschlussvorschlag einstimmig ab.

"Chance nutzen"

Die Stadträte zeigten sich von den städtebaulichen Möglichkeiten rund um den Wittgarten begeistert. Für Hildegard Ziegler (SPD) war es nur logisch, diesen Schritt zu gehen. "Wir haben hier die Chance, stadtnah etwas zu entwickeln." Bernhard Schlicht sprach für die Ausschussgemeinschaft Freie Wähler/FDP von einem "begrüßenwerten Schritt".

Als Verfechter des Durchstichs sei er oft belächelt worden, doch jetzt sei er da. "Es erfüllt mich mit Stolz, was sich hier für die Stadtentwicklung weiter anbietet", geriet Hans Sperrer (CSU) ins Schwärmen. Neben dem Sparkassengelände gehörten für ihn auch die spätere Bebauung des SV-Sportgeländes in der Stockerhut und das Jugendzentrum, wo gerade eine neue Skateranlage entsteht, dazu. Es werde sicher noch viele Jahre dauern und viel Geld kosten, sagte Sperrer, aber das sei es wert. Auch die CSU stehe hinter den Plänen.

Alternativen für Kleingärten

Besonders am Herzen liegen allen die Kleingartenbesitzer beim Wittgarten, die mit der Umsetzung der Weiher-Pläne einmal ihre Gärten verlieren werden. Für sie müssten unbedingt Alternativen gefunden werden.

Martin Birgel Planungsbüro Dragomir aus München, der zuvor die Fokusbereiche der Rahmenplanung (Schweigerblock, Stadtwerke, Siechenweiher, Karl-Heilmann-Block und Sparkasse/Josef-Witt-Platz) vorgestellt hatte, verwies auf eine Studie zur allgemeinen Situation der Kleingartenanlagen in Weiden, die es im Rahmen der Flächennutzungsplan-Aufstellung geben werde. "Wir haben Alternativen für die Kleingärtner gesucht und gefunden", sagte er. Auch Baudezernent Seidel sieht einen Zeitraum vor sich, in dem Lösungen mit allen Beteiligten gefunden werden. "Zunächst laufen die Pachtverträge weiter", teilte er nach der Sitzung auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit. Zu gegebener Zeit werde es dann weitere Gespräche geben. "Der Kleingartenbereich soll nach der Umgestaltung später einmal Erholungsraum für alle Bürger sein."

Wittgarten in Weiden verändert sich

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.