Weiden in der Oberpfalz
23.06.2022 - 15:51 Uhr
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Bauausschuss Weiden ebnet Weg für Denkwelt Halmesricht

Ein langer Weg wird endlich von Erfolg gekrönt. Der Bauausschuss der Stadt Weiden setzt nun ein Zeichen ganz klar für die Denkwelt Halmesricht. Im ersten Schritt soll ein vorhabenbezogener Baubebauungsplan aufgestellt werden.

Ein erstes Modell der Denkwelt Halmesricht. Bild: exb/Luce
Ein erstes Modell der Denkwelt Halmesricht.

Die ersten Pläne für die Denkwelt Halmesricht hatten die Luce-Stiftung in Weiherhammer und die OTH Amberg-Weiden bereits 2017 ins Spiel gebracht. Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen und doch so wirklich ist es in dieser Zeit nichts voran gegangen. Das soll sich jetzt ändern, bekräftigen die Fraktionen im Bauausschuss mit großer Mehrheit und werteten die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans als deutliches Signal in die richtige Richtung. Wie dieser Bebauungsplan konkret aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest. "Aus fachlicher Sicht ist das eine oder andere noch zu erledigen", bemerkte Baudezernet Oliver Seidel. Die Umsetzung des Vorhabens war ins Stocken geraten, da die Stadt Weiden und die Entwicklungsgesellschaft GDH (Gesellschaft Denkwelt Halmesricht), die die Initiatoren für das Projekt gegründet hatten, in vielen Dingen nicht einer Meinung waren.

"Ja, wir wollen die Denkwelt, und wir haben keine Zeit mehr zu verlieren", bekräftigte Oberbürgermeister Jens Meyer. Deshalb werde sich die Stadt Weiden auch an den Planungskosten beteiligen. Meyer sprach den Konflikt an, den dieses Projekt mit sich bringt. "Wir wollen Gewerbeflächen ebenso wie Erneuerbare Energie und Ackerboden." Das sei immer ein Abwägungsprozess. Er plädierte für "offen denken, für ein denkwürdiges Projekt". CSU-Fraktionsvorsitzender Benjamin Zeitler sah dies ebenso. "Ich freue mich, dass wir einen Punkt erreicht haben, an dem wieder Bewegung in die Sache kommt", sagte er. "Ich bin überzeugt, dass es weiterhin ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft für die gesamte Region ist."

Auch SPD-Sprecher Roland Richter ist sich sicher, dass die Denkwelt ein herausragendes Projekt werden könne. Die Gespräche der letzten Wochen hätten dies gezeigt. Die GDH müsse nun den nötigen Input liefern. Christian Deglmann (Bürgerliste) wertete den vorhabenbezogenen Bebauungsplan als "großen Schritt" voran. Vielleicht müsse man erst einmal aneinander geraten, damit was Gutes entstehen könne. Reinhold Wildenauer (FDP) nannte die Denkwelt ein "tolles Vorzeigeprojekt". "Wir sollten jetzt als Stadt dabei sein." Karl Bärnklau (Grüne) stimmte "nach einem Wechselspiel der Gefühle" ebenso wie Gisela Helgert ("aus Ackerland wird Bauland") dagegen.

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