22.05.2019 - 19:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bayerischer Gründerpreis 2019: Ziegler Group ist nominiert

Der Bayerische Gründerpreis wird für vorbildliche Leistungen von Unternehmen in sechs verschiedenen Kategorien vergeben. Für die Kategorie Nachfolge hat die Sparkasse Oberpfalz Nord die Ziegler Group aus Plößberg nominiert.

Als Musterbeispiel für eine perfekte Unternehmensnachfolge ist die Ziegler Group für den Bayerischen Gründerpreis nominiert: (von links) Kurt Seggewiß als stellvertretender und Wolfgang Lippert als Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats, Wilhelm und Stefan Ziegler, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Ludwig Zitzmann und das Mitglied des Vorstands Hans-Jörg Schön.
von Siegfried BühnerProfil

„Die Ziegler Group passt ganz genau in das Anforderungsprofil der Kategorie Nachfolge“, sagte Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberpfalz Nord. Um die Leistungen des Unternehmens zu würdigen, ist die Ziegler Group für den Bayerischen Gründerpreis 2019 nominiert worden. Gemeinsam mit den beiden Verwaltungsratsvorsitzenden Wolfgang Lippert und Kurt Seggewiß wurde darüber jetzt die Öffentlichkeit informiert.

Laut Zitzmann war die Nachfolge im Unternehmen „elegant, leise und konsequent“ umgesetzt worden. Und er sprach von einem „Paradebeispiel einer prachtvollen Entwicklung“. Auch Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schön sieht die Ziegler Group sehr positiv. "Wir schlagen nur solche Unternehmen vor, die gute Chancen in der Endausscheidung haben“. Zu den Bewertungskriterien für den Gründerpreis zählen unter anderem der Umsetzungserfolg der Nachfolge und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Dass die Ziegler Group hier viel vorzuweisen hat, begründet Schön so: "Erfolgsfaktor war, dass zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen und wichtigen Entscheidungen getroffen worden sind“.

Mit dabei bei der Unternehmenspräsentation waren auch „Seniorchef“ Wilhelm Ziegler und „Juniorchef“ Stefan Ziegler. Beide schilderten die Unternehmensgeschichte, der Seniorchef bis zum Jahre 2008, Sohn Stefan die Zeit danach. Das Jahr steht auch für den Generationswechsel im Unternehmen. Während viele andere Unternehmen sich immer mehr spezialisieren und Unternehmensteile ausgliedern, gehen Wilhelm und Stefan Ziegler einen völlig anderen Weg. „Wir wollen nicht von anderen abhängig sein“, stellte der Junior fest.

Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahre 1948 mit einem klassischen Sägewerk und vier Mitarbeitern. Heute zählt die Unternehmensgruppe 500 Millionen Euro Umsatz und 1300 Beschäftigte in 18 Einzelfirmen. Täglich fahren in Europas größtem Sägewerk rund 400 LKW auf das Firmengelände.

Die Produktionspalette und das Unternehmensspektrum ist ständig erweitert worden. Zwischenzeitlich gehören ein Maschinenbau/IT-Bereich, ein Dekorationsbereich und das Ziegler-Holzhaus dazu. Vom „Baum bis zum Haus“ soll als Wertschöpfungskette aufgebaut werden. „Möbel fehlen uns noch“, bemerkte Stefan Ziegler schmunzelnd.

2011 wurde der LKW-Transport im Eigenbetrieb übernommen, Containerbahnhöfe in Wiesau, Hof und Glauchau eingerichtet. Viele hätten sich gewundert, als die Bahnhöfe gekauft wurden. Exportiert wird in sechs Kontinente und einer Exportquote von über 70 Prozent. Die Dienstleistungsbereiche arbeiten auch für andere Unternehmen.

Trotz der vielen Erweiterungen ist die Ziegler Group inhabergeführt geblieben. Sparkassenvorstand Schön ist sich sicher, dass „die Dynamik weitergeht“. Für Wolfgang Lippert, derzeit Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats, gilt: „Ziegler hat expandiert und erweitert im Glauben an die Menschen in der Region“. Für den Gründerpreis sei das Unternehmen „zurecht nominiert“. Kurt Seggewiß stellte fest, „die Ziegler Group hat Bedeutung für die gesamte Region“. Die Verleihung des Bayerischen Gründerpreises 2019 findet am 5. Juni im Messezentrum Nürnberg statt.

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