28.09.2018 - 10:13 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Beim NOC die Spannung aufbauen

Tobias Sonna blickt mit großem Interesse der geplanten Eröffnung des Einkaufszentrums NOC an 14. März entgegen. Dass Investor Fondara immer noch ein Geheimnis um die Mieter macht, findet der Einzelhandelschef durchaus in Ordnung.

Vor dem zweiten Hauptzugang zum NOC zwischen C&A (ganz links) und dem Café Büttner (rechts) gestaltet sich die Sedanstraße noch nicht sehr einladend.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

(vok) Die kurzfristige Bekanntgabe der Geschäfte erst zwei bis drei Monate vor dem Start baut eine sehr gute Spannung auf, die sich dann explosionsartig entlädt. Sonna äußerte sich bei einem Gespräch über die Innenstadtentwicklung, zu dem ihn die Bündnis-Grünen Gisela Helgath und Karl Bärnklau eingeladen hatten. Dabei hielt er Stadtrat und Verwaltung vor, ihre Hausaufgaben nicht alle gemacht zu haben. Dazu zählt er die Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Schiller-, Luitpold- und Ringstraße, um das NOC-Parkhaus besser anfahren zu können. Das seit 2012 vorliegende Verkehrskonzept sei nicht vollständig umgesetzt worden. Sonna erwartet sich nach der Eröffnung des NOC eine Aufwertung der Postgasse. Dazu aber müsste die Verkehrsfläche vor C&A und dem zweiten NOC-Haupteingang "in Ordnung gebracht werden".

Weiteres Hauptthema neben dem Verkehr (siehe gesonderter Bericht)waren die Leerstände im Bereich der Innenstadt, vorwiegend in den Seitengassen der Altstadt. Sonna könnte sich vorstellen, dass die Stadt hier neue Wege beschreitet und Geschäftsgründer stärker unterstützt, zum Beispiel durch Mietzuschüsse. Andererseits sollte auch mancher Hausbesitzer einsehen, dass seine Mietvorstellungen "nicht mehr zeitgemäß" sind. Die Attraktivität der Seitengassen könnten Hinweisschilder fördern. Die Gastronomie am Unteren Markt bezeichnet der Einzelhändler inzwischen als ein Wahrzeichen von Weiden. Allerdings sei eine weitere Ausweitung kein Allheilmittel. Auf die Frage, was denn den Erfolg seines eigenen Geschäfts am Oberen Markt ausmache, nannte er die Stichworte Angebotsnischen, Beratung und Freundlichkeit. Der Kontakt zum Kunden sei ganz wichtig. Der Einzelhändler hat festgestellt, dass sogenannter Beratugsdiebstahl nicht mehr so eine große Rolle spielt. Vielmehr würden Kunden sich im Internet informieren und dann bei angenehmer Atmosphäre im Geschäft kaufen. "Bei uns können Sie die Ware im Normalfall gleich mitnehmen."

Was Sonna weniger gefällt ist der Lärm, der im Bereich des Oberen Marktes und der Judengasse wieder zugenommen habe. Die starke Gastronomie bis spät in die Nacht spiele eine Rolle und die Taxis, die hier wieder bis in die Fußgängerzone fahren dürften.

Insgesamt, so zieht Sonna Bilanz, müsse die Stadt das Marketing ausbauen, das Image verbessern und klären, wofür Weiden stehen soll. "Weiden braucht eine Marke." Speziell für die Altstadt fordert er ein Konzept, wie diese in zehn Jahren aussehen soll. "Was wollen wir fördern, und was wollen wir nicht zulassen."

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.