14.06.2018 - 18:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Berufsschule großzügig ausbauen

Die Europa-Berufsschule steht vor großen Veränderungen. Ein komplett neues Gesicht erhält sie zwar nicht, aber angesichts von Teilneubauten kann man durchaus zumindest von einem umfangreichen "Face-Lifting" reden.

Immerhin Teilneubauten sollen an der Europa-Berufsschule in Angriff genommen werden.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

(vok) Allerdings soll die Schule mit ihren 3500 Schülern und 150 Lehrkräften auf ihrem angestammten Grundstück östlich und nördlich des Stockerhutweges verbleiben. Das meinte zumindest Hans Sperrer (CSU) im Bauausschuss, der möglichen Spekulationen, Teile des alten SV-Geländes in die Planungen einzubeziehen, eine klare Absage erteilte. Dort sei der Verkehrsgarten angesiedelt.Vor allem aber sei das Sportgelände für den Wohnungsbau reserviert. Für die SPD betonte Josef Gebhardt die Bedeutung der Berufsschule. Er forderte, den Ausbau großzügig zu gestalten.

In ihrem Sachstandsbericht macht die Verwaltung deutlich, dass das astrakte Raumprogramm gegenüber den vorhandenen Flächen einen Mehrbedarf von 4000 Quadratmetern aufweist. Darin enthalten sind auch 700 Quadratmeter für Küche und Mensa. Nicht enthalten sind allerdings die Räume für die Berufsfachschule für Fremdsprachenkorrespondenten und die Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen, die derzeit in der VHS ausgelagert sind und an den Stockerhutweg verlagert werden sollen. Das in diesem Zusammenhang von der Regierung zu überarbeitende Raumprogramm liegt noch nicht vor. Auch die Klassen für Jugendliche ohne Ausbildung (JoA) und die für die Beschulung von Asylbewerbern und Flüchtlingen (BAF), die derzeit im ehemaligen Telekom-Gebäude in direkter Nachbarschaft gegen Miete untergebracht sind, sollen Berücksichtigung finden.

Beim Thema Mensa muss geklärt werden, ob aufgrund der Nähe zur Albert-Schweitzer-Schule eine gemeinsame Nutzung möglich ist. Dabei geht es wohl nicht darum, dass die Grundschüler und die Berufsschüler denselben Speiseraum nutzen, sondern darum, dass die Küche für beide Schulen genutzt werden kann. Geklärt werden müssen auch die Parkplatz-Thematik und die Frage, ob neben den Neu-, An- und Umbauten eine Generalsanierung des Gebäudebestandes erfolgen soll.

Die größten Veränderungen ergeben sich für die Abteilungen mit Bedarf an Werkstätten und großräumigen integrierten Fachräumen. Metalltechnik, Kfz-Technik und Sanitär/Heinzung/Klima und Elektrtechnik kommen in einen Neubau, der möglichst nahe beim bestehenden Schulgebäude oder im Bereich des bisherigen, dann teilweise abzureissenden alten Werkstättentraktes errichtet wird. Schließlich muss beim Hauptgebäude untersucht werden, inwieweit unter anderem Pausenhalle, Aula und Mensa im Bestand untergebracht werden können oder eine Erweiterung erforderlich wird. Die Konsequenz aus dieser umfangreichen Aufgabenstellung: Es muss ein externer Planer eingeschaltet werden, der das abstrakte Raumprogramm, die Bestandsflächen und die zusätzlichen notwendigen Flächen abgleicht. Darüberhinaus zeigt er Lösungen auf für Neu-, Um- und Anbauten.

Mögliche Kosten werden im Bericht noch nicht genannt. Allerdings kann man davon ausgehen, dass am Ende ein zweistelliger Millionenbereich nicht unwahrscheinlich sein wird.



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