„95 Prozent aller Blues-Songs werden geschrieben, weil er nicht landen kann bei seiner Angebeteten, weil’s net klappt.“ Mit diesem augenzwinkernden Satz gab Stefan Sommer am Donnerstagabend auf der Bühne im Innenhof der Regionalbibliothek gleich eine kleine Lehrstunde in Sachen Blues. Der Blues sei allerdings nie autobiografisch: „Blues trifft immer die anderen.“ Besonders intensiv werde das Leiden, wenn zum Liebeskummer noch reichlich Alkohol komme, scherzte Sommer und verwies auf seinen eigenen Song „Suffering“.
Musikalisch startete das Trio Stefan Sommer & The Southside Ramblers mit „Looking Back the Years“ und dem atmosphärischen „Jonny on the Beach“, das nach einem Sardinien-Aufenthalt entstand und förmlich nach Sonne, Meer und einem lauen Sommerabend klingt. Viele Besucher ließen sich bei freiem Eintritt auf die Mischung aus Wärme, Atmosphäre und handgemachter Musik ein.
Stefan Sommer (Gesang und Gitarre) wurde von Uschi Sommer an Percussion und mit zweiter Stimme sowie Wolfgang Polack an Kontrabass, Banjo und Mandoline begleitet. Das Repertoire reichte von eigenen Stücken, wie dem Bahnfahrt-Erlebnis „Man on the Train“, bis zu „Kum fahr los“, einem Song in bayerischer Mundart. Es verband internationalen Americana-Klang mit regionaler Bodenständigkeit und machte den Blues auf sympathische Weise für Band und Publikum zum gemeinsamen Erlebnis.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.