"Der Boden vergisst nichts", mahnte Bodenexperte Max Stadler vom Fachzentrum Agrarökologie Pfaffenhofen beim Bodenschutztag in Almesbach. Landwirte-Schüler der Berufsschule Neustadt/WN, der Landwirtschaftsschulen Weiden und Nabburg und der Höheren Landbauschule (HLS) Almesbach besuchten den Lehrbetrieb. Stadler erläuterte, warum es gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist, den Boden zu schützen - auch und vor allem als Landwirt.
Bodenerosion sei nicht nur ein agrarpolitisch diskutiertes Thema, sondern vielmehr ein ernsthaftes Problem für die Bodenfruchtbarkeit. Eine vielfältige Fruchtfolge wirke der Bodenerosion effektiv entgegen. Ebenso sei eine schonende Bodenbearbeitung, die die individuelle Bodenart berücksichtigt, wichtig. Jeder Landwirt sollte daher vor der Bodenbearbeitung vom Schlepper absteigen und mit dem Spaten seinen Boden einmal genauer betrachten, um seine Maßnahmen an die Bedürfnisse anzupassen.
Auch eine zielgerichtete Düngung, die den tatsächlichen Bedarf der Kulturpflanze berücksichtigt, trage dazu bei. Dazu gehöre nicht nur der Einsatz der organischen und mineralischen Dünger. Auch der pH-Wert des Bodens und die Kalkdüngung spiele dabei eine wichtige Rolle.
Auf den Demo-Parzellen in Almesbach stellten die Schüler der HLS ihre 15 unterschiedliche Zwischenfrucht-Mischungen vor mit Anbauhinweisen. Im Feldversuch ging es weiter. Stadler stoppte die Zeit, die die gleiche Menge Wasser braucht, um in einer verdichteten Fahrspur oder in einer Fläche ohne Bodenverdichtungen zu versickern. Das Ergebnis erstaunte alle Anwesenden. Eine Messung der Bodentemperatur und -dichte erfolgte, um die Aktivität des Bodenlebens abzuschätzen und die vor Ort herrschende Bodenverdichtung zu beziffern.
Das Fazit der Teilnehmer war, dass es sich auf jeden Fall lohnt, in Zukunft noch genauer zu überlegen, was man als Landwirt mit einem seiner wichtigsten Produktionsfaktoren, dem Boden macht, so dass er auch die nächste und übernächste Generation noch mit guten Erträgen ernähren kann und die Natur dabei nicht auf der Strecke bleibt.













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