Bonpflicht ist nicht Hauptproblem für Friseure

Weiden in der Oberpfalz
04.03.2020 - 10:18 Uhr

Seit dem 1. Januar gilt für Handwerksbetriebe mit elektronischen Registrierkassen die Pflicht zur Ausgabe eines Kassenbons. Das Thema bestimmte auch die Jahreshauptversammlung der Friseur-Innung Nordoberpfalz.

Hauptreferentin der Friseur-Innung Nordoberpfalz ist die Geschäftsführerin des Landesverbandes des bayrischen Friseurhandwerks Doris Ortlieb. Mit dabei auch Ehrenobermeister Harald Raml (links) und der amtierende Obermeister Alfons Kliebhahn.

Obermeister Alfons Kliebhahn begrüßte die Innungsmitglieder. Tipps zur korrekten Kassenführung gab die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des Friseurhandwerks Doris Ortlieb. In der „Zettelflut“ sieht Ortlieb auf Dauer gesehen weniger das große Problem, denn zulässig sei auch das Scannen eines QR-Codes oder ein E-Mail-Beleg. Und anders als in manchen europäischen Ländern sei der Kunde nicht verpflichtet, den Kassenzettel mitzunehmen. Nach wie vor sei auch die „offene Ladenkasse“ ein zulässiges Kassensystem. Doch vor einer Rückkehr zu dieser Kassenführung warnte die Referentin. „Es ist schwierig, eine offene Ladenkasse korrekt zu führen“, stellte sie fest. Schließlich gelte bereits seit drei Jahren auch für Friseurbetriebe eine Aufzeichnungspflicht aller einzelnen Vorgänge, die zur Summe der Tageseinnahmen führen. Gewarnt wurde davor, den Terminkalender als einen solchen Nachweis zu betrachten. Die Geschäftsführerin wollte auch nicht ausschließen, dass Finanzämter gezielt die offene Kassenführung prüfen werden. Dass diese Thematik für die Innungsbetriebe des Friseurhandwerks sehr wichtig sei, betonte Christa Neubauer-Kreutzer, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz. „Solche Abende beweisen, wie wichtig es ist, Mitglied in der Innung zu sein“, stellte Neubauer-Kreutzer fest. Begonnen hatte die Jahreshauptversammlung mit einstimmigen Beschlüssen zum Jahresabschlusses 2019 sowie der Genehmigung des Innungshaushalts 2020.

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