Der erste musikalische Meilenstein im Konzertjahr 2023 in der Stadt Weiden ist gesetzt: Das Bayerische Landesjugendorchester (BLJO) begeisterte mit seinem Auftritt in der äußerst gut besuchten Max-Reger-Halle. Eingeladen dazu hatte der Rotary Club Weiden. Dessen Präsident Ludwig Zitzmann freute sich bei der kurzen Begrüßung darüber, dass es tatsächlich auch geklappt habe, aus der Idee eines Auftritts des Orchesters nun auch Realität werden zu lassen. Sein besonderer Dank galt Clubmitglied Peter Pollinger, bei dem die Fäden zusammenliefen.
Es wurde richtig eng auf der Bühne, als sich die jugendlichen Musikerinnen und Musiker zwischen 13 und 20 Jahren darauf versammelten. Der Auftritt fand zum Abschluss der mittlerweile 144. Arbeitsphase des BLJO statt, Konzerte mit demselben Programm waren auch in Weikersheim (Ort der Arbeitsphase), Sulzbach-Rosenberg, Bamberg, Regensburg und München angesetzt. Das Programm des Abends konnte sich hören lassen, eindrucksvoll führten die Instrumentalisten zur Begeisterung der Zuhörer vor Augen, dass das Ensemble mit Recht als „Talentschmiede“ bezeichnet werden kann.
Der erste Teil des Abends widmete sich sechs Orchesterliedern von Richard Strauss, die von den Musikern unter der souveränen Leitung von Joseph Bastian famos intoniert wurden. Zu Liedern wie „Das Rosenband“, „Ich wollt‘ ein Sträußlein binden“ oder „Wiegenlied“ bedarf es freilich auch eines außerordentlichen Gesangs: Die stimmliche Brillanz der international renommierten Sopranistin Lydia Teuscher ließ diesen Teil des Abends zu einem wahren Musikfest werden. Entsprechend groß und lang fiel deswegen auch der Applaus des Publikums aus. Musikalisch „ganz anders“ gestaltete sich der 2. Teil des Abends: Der gehörte nämlich der Sinfonie Nr. 8 c-moll op. 65. von Dimitri Schostakowitsch. Im Sommer 1943 entstanden, gilt sie als eine der drei so genannten „Kriegssinfonien“ des russischen Komponisten. Und das schlug sich auch akustisch nieder: Brachial, wuchtig, mitunter schrill. Und alles auf einem Spielniveau, das die Zuhörer – wie schon im ersten Teil des Abends – vollends in den Bann zog.















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