Präsentation ist alles, weiß Philipp Beyer. Der Brezenbäcker aus Weiden überrascht immer wieder mit innovativen Ideen. Jetzt stellt er den ersten SB-Automaten auf, in dem sich Kunden frische Brezen "ziehen können".
Grillfleisch-, Wurst- oder Sandwich-Automaten zur Selbstbedienung gibt es bereits vielerorts. Nichts, was Beyer technisch überzeugt. Er wollte etwas Neues kreieren und entwarf eine dekorative Brezen-Vitrine in ansprechender Holzbauweise nach seinen eigenen Vorstellungen. Der Prototyp steht ab Donnerstag, 5. Dezember, im E-Center Grünbauer in der Unteren Bauscherstraße und wartet auf Kundschaft.
"Ich habe lange daran getüftelt", sagt der Diplomingenieur und Unternehmer. Schließlich müssten auch die Hygiene- und Sicherheitsstandards eingehalten werden. Lebensmittelechtes Licht setze die Brezen appetitlich in Szene.
Und wie funktioniert der SB-Automat? "Die Kunden können mittels eines hölzernen ,Haigls' (Ziehhaken) durch einen Schlitz zwischen zwei Glasscheiben die Brezen von den Stangen ziehen, so dass sie in den Korb darunter fallen", sagt Beyer. "Im Anschluss steckt der Kunde die Brezen in die beiliegenden Tüten. Bezahlt wird an der Kasse des Einkaufscenters." Der Automat werde mehrmals am Tag mit frischen Brezen gefüllt. Beyer bittet, nur die benötigte Anzahl "zu ziehen". "Im Korb liegengelassene Brezen müssen wir ansonsten aus lebensmittelrechtlichen Gründen entsorgen."
In Klaus Grünbauer, Inhaber des E-Centers, fand der umtriebige Diplomingenieur einen Mitstreiter. Grünbauer hat in seinem Markt bereits mit SB-Milchautomaten gute Erfahrungen gesammelt. "Die neue Verkaufsidee für Brezen finde ich ansprechend. Probieren wir's aus."
Beyer hat sogleich beim Deutschen Patent- und Markenamt in München ein Schutzrecht für seine Erfindung angemeldet.













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