Leseraupe „Regibert“ soll ins Museum. Wenn es nach dem Wunsch von Stadtarchivarin Petra Vorsatz geht, dann sollte der grünköpfige Lese-Motivator im Stadtmuseum künftigen Schüler-Generationen später einmal dokumentieren, mit welchen Hilfsmitteln die kleinen Bücherwürmer der Gegenwart in ihrem Leseverhalten beeinflusst wurden. Die Leiterin der Regionalbibliothek Sabine Guhl signalisierte am Mittwoch in der Sitzung des Kultur- und Tourismusbeirates grünes Licht für den Umzug.
Die Plüsch-Raupe wurde von Theresa Fischer in Handarbeit hergestellt. Sie arbeitet in der Kinder- und Jugendabteilung der Regionalbibliothek. Seit Februar laufe das Leseprojekt „Regibert weckt die schlafenden Bücher“. Noch bis zum 22. April können sich Schüler der Grund- und Mittelschulen durch das Raupen-Projekt lesen. Während die Literaturtage abgeblasen wurden - "Lesungen funktionieren nur live" - und es dieses Programm voraussichtlich erst 2022 wieder gibt, werde der digitale "Regibert" aktuell durchgezogen, sagte Guhl.
Leseaktionen für Kinder
„Der Lockdown hat aufgezeigt, dass es ein Lesedefizit gibt.“ Die Kinder lernten zwar das Buchstabenlesen, beim Leseverständnis täten sich viele schwer. „Unsere Veranstaltung ist kontaktlos geplant, funktioniert aber trotzdem im Schulamtsbezirk Weiden und Neustadt." Weiden sei eine Lesestadt. Umrahmt sei die Aktion von vielen Attraktionen, von der digitalen Schnitzeljagd bis zur Lieferung von Lesekisten und Projektmaterial an die Schulen. Die fleißigsten Leser aus jeder Klasse bekämen Urkunden. Am Programm beteiligten sich 30 Schulen mit insgesamt 3600 Schülern, erklärte die Leiterin.
Für CSU-Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner stellt das Angebot ein wichtiges Signal dar. Seiner Ansicht nach unterstütze man hier die großen Verlierer der Coronakrise. Sema Tasali-Stoll (SPD) ergänzte: „Kinder brauchen Bildung.“ Sitzungsleiter Bürgermeister Lothar Höher sprach von einer schwierigen Zeit für alle Kulturschaffenden.
Stadtführer Manfred Rieck präsentierte anschließend mit dem Stadtökologischen Lehrpfad "Ökologie macht Schule" ein Angebot, das sich inhaltlich an Schulen und Bildungseinrichtungen richte. Die praxisorientierte Führung basiere auf einer Idee der lokalen Agenda-21-Gruppe noch aus dem Jahr 2006, berichtete er. Innerhalb von 90 Minuten würden zehn Stationen angesteuert. Es sei möglich, die Führungen in Absprache mit den jeweiligen Schulen flexibel zu gestalten. "Wir warten auf den Startschuss, wann wir loslegen können." Geplant sei der 13. Juni.
Stadtführung mit dem Rad
Ein weiterer Gedanke: Fahrradexkursionen, bei denen insgesamt 22 Stationen angesteuert würden. Das von ihm mitentwickelte Konzept wende sich an alle, die sich für den praxisnahen Umwelt- und Naturschutz interessierten, machte Rieck deutlich. Die Tour finde in der Innenstadt und im Max-Reger-Park statt.
Offene Fragen zur überarbeiteten Tourismus-Homepage der Stadt Weiden beantwortete Petra Vorsatz. Neben einem Veranstaltungskalender - Christoph Skutella bat um ergänzende Berücksichtigung auch von kulturellen Randgruppen - und Infos zu den Partnerstädten, erläuterte sie das breit gefächerte Angebot an Wander- und Fahrradwegen unter Mitwirkung der Tourismus-Gemeinschaft Oberpfälzer Wald. "Das Kirchturmdenken haben wir längst überwunden. Wir können nicht ohne den anderen. Simultaner Kirchen-, Zoigl-, Vulkane- oder Geschichten-Radweg, zu all dem finden sich Informationen."















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