15.02.2021 - 18:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nach dem Bürgerentscheid: Mit Mut neu anfangen

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Nur einen Plan B zu suchen, ist zu wenig, findet Stefan Zaruba. Weiden brauche Mut für einen neuen Anfang. Ein Kommentar zur Lage nach dem Bürgerentscheid.

Kein Spatenstich in West IV. Weiden braucht etwas vom Geist erfolgreicher Orte im Umland, findet unser Autor.
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Was nun? Wo anfangen nach der klaren Ansage der Bürger? Es wird natürlich über andere Standorte für Gewerbeansiedlungen zu reden sein. Anstelle fruchtbarer Äcker. Am Fuße Neunkirchens. Auf bisherigen Brachen in der Stadt. Oder in einer Zweckgemeinschaft mit Nachbarn. Aber reicht es, Plan B zu suchen, nachdem Plan A vom Wähler in Stücke gerissen wurde?

Die Handelnden in Politik und Wirtschaft müssen sich und den Bürgern die Frage beantworten, welches Gewerbe sie haben wollen und wo? Und dann gehört das Thema so hoch aufgehängt wie nur irgendwie möglich, denn ein Blick zurück zeigt: Weiden hat es weder geschafft, den Auftrag von 2014 frühzeitig umzusetzen, noch die zweite Chance dafür zu bekommen.

"Wissen, was man will, und es dann mit Mut durchziehen."

Stefan Zaruba, Redakteur bei Oberpfalz-Medien

Stefan Zaruba, Redakteur bei Oberpfalz-Medien

Mancher Bürgermeister oder Gemeinderat im Umland darf sich ein wenig wie in Villarriba fühlen, diesem Dorf aus der Spülmittelwerbung, das feiert, während in Villabajo noch die Pfannen geschrubbt werden. Kleinere Orte haben es heute wohl leichter. Dass ein Gewerbegebiet Jobs bringt, sieht jeder Dorfbewohner sofort. Hohe Zustimmung, kurze Wege im Rathaus – da geht es fix. Weiden braucht etwas von diesem Geist, um sich nicht abhängen zu lassen. Wissen, was man will, und es dann mit Mut durchziehen. Das löst keineswegs alle Probleme auf dem Weg, ist aber eine Grundhaltung für den Erfolg.

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