17.03.2019 - 14:40 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bürgerliste fordert Seniorenbeirat

Ein Seniorenbeirat für die Stadt Weiden? Die Idee ist nicht neu, hatte bisher aber keinen Erfolg. Jetzt macht sich die Bürgerliste für ein derartiges Gremium stark.

Senioren wollen auch nach dem Berufsleben nicht ins Abseits rücken, sondern aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dafür soll nach Ansicht der Bürgerliste in Weiden ein Seniorenbeirat sorgen.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Mit einem Antrag in der Stadtratssitzung am kommenden Montag. Darin wird unter anderem darauf hingewiesen, dass beim Besuch des Seniorenbeirats in Neunburg an der Donau die Vorzüge eines derartigen Gremiums deutlich geworden seien.

So seien neben kommunalen Mandatsträgern auch Mitglieder von caritativen Organisationen - wie Caritas, VdK oder Rotes Kreuz - im Seniorenbeirat vertreten. Als Begründung führt die Bürgerliste außerdem die demografische Entwicklung in Weiden an. In der Max-Reger-Stadt gebe es einen hohen Anteil an Bürgern über 60 Jahre. Bei der Aufstellung des Gremiums solle der Seniorenbeauftragte der Stadt Weiden, Alfons Heidingsfelder, die Federführung übernehmen.

Sinn und Zweck eines Seniorenbeirats ist es, für die Belange älterer Menschen einzutreten und so ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und zu sichern. Genau dieses Aufgabenspektrum wird laut Verwaltung aber in Weiden bereits durch die Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes abgedeckt, die seit 2016 drei bis vier Mal im Jahr tagt.

Diese Arbeitsgemeinschaft bearbeite die Handlungsfelder "Pflege und Betreuung", "Steuerung, Kooperation, Koordination und Vernetzung", "Angebote für besondere Zielgruppen" (wie zum Beispiel Demenz), "Unterstützung pflegender Angehöriger", "Bürgerschaftliches Engagement", "Bürgerliche Teilhabe", "Wohnen zu Hause" und mehr. Genau die Handlungsfelder also, die laut Verwaltung in der Handreichung der Landesseniorenvertretung Bayern zur Gründung von kommunalen Seniorenvertretungen genannt würden. Zu dieser Arbeitsgemeinschaft, die von der Seniorenfachstelle im Amt für soziale Dienste regelmäßig zu Treffen eingeladen wird, gehören neben dem Seniorenbeauftragten der Stadt, Vertretern der Fraktionen und der Stadtverwaltung auch Mitglieder von Wohlfahrtsverbänden, Pflegediensten und Seniorenclubs. Der Arbeitskreis sei außerdem jederzeit für weitere Interessierte offen. Als nächstes Projekt sei in Weiden ein Aktions- und Informationstag für Senioren geplant.

Die Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sei "mittlerweile ein nicht wegzudenkender Baustein in der städtischen Seniorenarbeit", urteilt die Verwaltung. Sie befürchtet, dass die vorhandenen Strukturen durch ein weiteres Gremium auf diesem Gebiet, wie etwa einen Seniorenbeirat, zerstört werden könnten. Bleibt abzuwarten, welcher Ansicht sich die Mehrheit des Stadtrats am Montag anschließt.

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