Weiden in der Oberpfalz
28.01.2026 - 16:26 Uhr

Bundeswehr Weiden lädt im Juni die Bürger zum Tag der offenen Tür ein

Einen Rückblick, Ausblick und ein Dankeschön an Weiden und die Region gab es beim traditionellen Neujahrsempfang der Panzerartilleriebataillone 375 und 131. Neues Bataillon und politische Lage sind Herausforderungen.

Die sicherheitspolitischen Herausforderungen, umfangreiche Ausbildungsabschnitte und der Blick auf kommende Großprojekte prägten den Neujahrsempfang der Panzerartilleriebataillone 375 und 131 im Offizierskasino der Major-Radloff-Kaserne. Im Mittelpunkt standen der Dank an die Soldatinnen und Soldaten sowie an die Stadt Weiden und die Region für ihre Unterstützung.

Kommandeurin Oberstleutnant Hekja Werner blickte auf ein forderndes Jahr 2025 zurück. Zahlreiche Übungen, Abstellungen in laufende Einsätze und anspruchsvolle Ausbildungsabschnitte hätten die Verbände stark beansprucht. Höhepunkt für die 3. Batterie des Panzerartilleriebataillons 375 sei "der erste scharfe Schuss" auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr gewesen. „Die gesetzten Ziele konnten nur durch das hohe Engagement und den persönlichen Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten erreicht werden“, betonte Werner.

Neues Bataillon formiert sich

Ein besonderer Dank galt der Stadtverwaltung und der Bevölkerung in und um Weiden. Trotz Einschränkungen durch Truppenbewegungen und Schießlärm habe man stets Rückhalt erfahren. Ebenso hob die Kommandeurin die enge Zusammenarbeit der am Standort stationierten Bataillone hervor. Mit Blick in die Zukunft sprach sie die geplante Neuaufstellung des Artilleriebataillons 455 im laufenden Jahr 2026 an, dessen Stab zunächst in der Loheide (Niedersachsen) beheimatet sein wird. Teileinheiten sollen vorübergehend auch in Weiden aufgebaut und später als Teil der Panzerbrigade 45 nach Litauen verlegt werden.

Große Bedeutung maß Werner zudem der Kooperation mit der US-amerikanischen 41st Field Artillery Brigade und der Garrison Grafenwöhr bei. Gemeinsame Übungen und regelmäßiger fachlicher Austausch stärkten Vertrauen und die transatlantische Partnerschaft.

Der Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 131, Oberstleutnant Stefan Zadlo, richtete den Blick auf ein besonderes Ereignis. Am 6. Juni wird der Tag der Bundeswehr in Weiden stattfinden. „Wir möchten der Bevölkerung zeigen, wozu die Bundeswehr fähig ist, und laden die gesamte Region ein, diesen Tag gemeinsam mit uns zu feiern“, sagte Zadlo.

Beide Kommandeure thematisierten außerdem die Einführung der neuen Wehrpflicht. Neben organisatorischen und personellen Herausforderungen sahen sie darin auch eine große Chance, junge Menschen für den Dienst in der Bundeswehr zu gewinnen und einen Beitrag zur Wehrhaftigkeit und zum Heimatschutz zu leisten.

Für Kriegsgräber gesammelt

Im Anschluss informierte Hauptmann der Reserve Christoph Rolland, Kreisvorsitzender der Kreisgruppe Oberpfalz Nord, über die Arbeit der Reservisten. Bereits im Januar hätten diese ihre Ausbildung wieder aufgenommen und zwei Ausbildungsabschnitte erfolgreich abgeschlossen. Besonders erfolgreich sei die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge gewesen, bei der nahezu 20.000 Euro zusammen kamen.

Zahlreiche Gäste aus Kommunalpolitik, Sicherheitsbehörden, Vereinen und Reservistenkameradschaften und Oberbürgermeister Jens Meyer nahmen am Empfang teil. Den Abschluss des Abends bildete ein geselliges Beisammensein. Musikalisch umrahmte das Heeresmusikkorps Veitshöchheim den Abend.

 
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