29.11.2020 - 12:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Coronakrise: Weidener Experten geben Tipps gegen Einsamkeit und Angst

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Kontaktbeschränkungen, Angst vor Ansteckung, Sorge um Angehörige: Die Coronapandemie fordert den Menschen einiges ab. Manch einer fühlt sich einsam, ängstlich oder überfordert. Weidener Experten geben Tipps, was helfen kann.

Für Menschen mit Depressionen oder Ängsten und solche, die sich einsam fühlen, kann die Coronakrise eine besondere Herausforderung sein. Experten von einigen Weidener Beratungsstellen raten, sich gezielt auf Positives zu fokussieren und geben weitere Tipps für den Alltag.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Kontakte pflegen

Persönlich unter Einhaltung der Hygieneregeln oder über Telefon, E-Mail, Chat-Programme. „Das ist wesentlich, auch für Jüngere. Sonst staut sich was auf“, sagt Monika Endres-Dechant von der Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

Rausgehen

Wer kann, sollte vor die Tür gehen, Spaziergänge machen oder Sport treiben. „Man sollte die Sonnenstrahlen, die es gibt, nutzen“, so Friedrich Dechant von der Telefonseelsorge. Wer die Wohnung nicht verlassen kann, kann dem Treiben draußen, der Natur und den Vögeln aus dem Fenster zuschauen.

Struktur schaffen

Den Tagesablauf strukturieren und den Rhythmus, der einem gut tut, beibehalten. „Das ist sonst schwierig, nachher wieder aufzubauen“, so Ursula Hösl vom STZ-Sozialteam.

Bewusst genießen

Man kann sich an kleinen Dingen bewusst erfreuen – einem guten Buch, einem Haustier, Handarbeiten, Kreuzworträtseln, einem vergessenen Hobby, Tagebuch schreiben, einem Bad in der Wanne. „Was in schwierigen Lebenssituationen geholfen hat, kann wieder ausgegraben werden“, sagt Dagmar Deutschländer.

Familienzeit nehmen

Gunter Hannig von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern rät Familien, sich gemeinsame Zeit zu nehmen. Dass Jugendliche vermehrt zum Handy greifen oder Videospiele spielen, sei okay. Man solle aber bewusst Alternativen anbieten.

Positiv denken

"Was habe ich Gutes in dieser Zeit?“ Deutschländer rät, sich diese Frage zu stellen, um sich auf Positives zu fokussieren. „Man sollte sich realistisch damit auseinandersetzen, wie es einem geht. Es gibt Vieles, für das man dankbar sein kann.“

Hilfe suchen

Wer ein offenes Ohr braucht, sollte sich an die Beratungsstellen wenden. „Sich Unterstützung zu holen, ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche“, sagt Michaela Lang, Leiterin der Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme.

Newsletter abonnieren

Die Tagesstätte Oase verschickt einen Newsletter per E-Mail oder Post mit Achtsamkeitsübungen, Rätseln und Rezepten. Telefonische Anmeldung über 0961/41613-52.

Wie geht es den Menschen während der Pandemie? Experten von Weidener Beratungsstellen geben Antworten

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Service:

Kontakt zu den Beratungsstellen

  • Telefonseelsorge Nordoberpfalz: 0800/111-0-111 oder 0800/111-0- 222
  • Caritas-Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen: 0961/4702328
  • Diakonie Weiden, Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit: 0961/38931-16
  • Sozialteam Tagesstätte Oase: 0961/4161352
  • Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme: 0961/39890-150
  • Dornrose e.V., Fach- und Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt: 0961/33099
  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern: 0961/3917400

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