„Das Verkehrsaufkommen steigt. Und gerade hier am Spielplatz, wo Leute mit ihren Kindern sind, weil sie eben die Nähe im Dorf genießen wollen, steigt das Risiko, weil sich viele Autofahrer nicht ans Tempo-30-Limit halten“, sagte Georg Erl. Auch die Rechts-vor-Links-Regelung sei in diesem Bereich nur sehr schwer erkennbar.
Der Vorschlag des gelernten Kaminkehrers: „Baut hier passive Elemente ein, um die Geschwindigkeit des Verkehrs so zu drosseln, dass sie nicht schneller fahren können.“ Die „Zuhörtour“ von CSU-OB-Kandidat Benjamin Zeitler findet immer größeren Zuspruch. Am Freitagnachmittag versammelten sich 110 Anwohner am Frauenrichter Dorfweiher.
Die Frauenrichter befürchten, dass an der Autobahnausfahrt Weiden-Frauenricht bald eine Ampelanlage installiert werden könnte, ähnlich der, die jetzt in Weiden-West schon den Verkehrsfluss bremst. In der Folge erwarten sie ein höheres Verkehrsaufkommen in ihrem Dorf. Die Überlegung: Natürlich suchten die Autofahrer bei Rotlicht eine Ausweichroute. Und die führe über die Hauptstraße mitten durch Frauenricht. „Das packt unser Dorf von der Größe her einfach nicht. Das stellt für die Kinder, die hier auf der Straße spielen ein zusätzliches Risiko dar.“
Als studierter Umwelt-und Elektrotechniker gab sich der angehende Berufsschullehrer Erl als Befürworter des geplanten Forschungszentrums Denkstadt in Halmesricht. „Aber wir müssen auch die entsprechende Infrastruktur dafür schaffen.“ Eine großflächige Versiegelung in Halmesricht bedeute: „Frauenricht muss, was den Hochwasserschutz angeht, entlastet werden. Schlimmer werden darf es auf keinen Fall.“
Christian Rittner beschwerte sich über den steigenden Fluglärm an Sonntagen. „Der Lärm hat seit Januar, seit sich die Flugschule angesiedelt hat, zugenommen.“ Was Rittner besonders ärgert: Die vorgegebene Einflugschneise werde nicht mehr eingehalten. „Viele Flieger nehmen den direkten Weg über Frauenricht.“
„Gerade an schönen Sommertagen, wenn man sonntags mal den Tag im Garten verbringen will, kollidiert das mit den Fliegern, die ihrem Hobby nachgehen.“ Rittner erbost: „Muss man sich das gefallen lassen, dass die eigene Lebensqualität abnimmt, nur um andere zu unterstützen?"
Rittner spannte den Bogen noch weiter. Denn besonders sauer stoße ihm auf, dass das Budget der Stadt zum Unterhalt des Latscher Flugplatz jetzt um zusätzliche 120.000 Euro für bauliche Veränderungen erhöht werde, sodass der Platz den Bürgern inzwischen 220.000 Euro koste, ohne dass überhaupt irgendwelche Baumaßnahmen dort geplant seien. „Diesen Betrag könnte man unserer Meinung nach besser investieren: Zum Beispiel in die Albert-Schweizer-Schule“, meinte Rittner.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.