Weiden in der Oberpfalz
18.03.2019 - 18:56 Uhr

Debatte um fünftägiges Septemberfest

Die Schausteller und Marktkaufleute sind mit dem fünftägigen Volksfest im Herbst nicht zufrieden. Und noch einiges andere stößt ihnen sauer auf.

Die neugewählte Vorstandschaft mit dem neuen Vorsitzenden Georg Duschinger (2.v.r). Einen Geschenkkorb bekam Gerhard Donhauser (6.v.l.). Bild: Kunz
Die neugewählte Vorstandschaft mit dem neuen Vorsitzenden Georg Duschinger (2.v.r). Einen Geschenkkorb bekam Gerhard Donhauser (6.v.l.).

Gerhard Donhauser geht in Rente. Der langjährige Vorsitzende der Schausteller und Marktkaufleute, Bezirksstelle Weiden-Amberg, kandidierte am Samstagnachmittag im Schützenhaus nach 40 Jahren Mitarbeit im Vorstand nicht mehr für den Vorsitz. "Wenn die Zeit kommt, dann kommt sie", sagte er in der Jahreshauptversammlung. Donhauser wird künftig auch mit seiner Schießbude auf dem Weidener Festplatz fehlen.

Nachfolger wurde der ehemalige zweite Vorsitzende Georg Duschinger. Nadja Rothballer und Daniela Margraf sind seine Stellvertreter. Die Verbindungsstadträtinnen Dagmar Nachtigall (CSU) und Brigitte Schwarz (SPD) dankten Donhauser für seine Arbeit an der Spitze der Schaustellervereinigung. In seinem Bericht bezeichnete Donhauser das Frühlingsfest 2018 als "Topveranstaltung" und begründete dies mit der guten Belegung des Platzes. Aufgrund des tollen Wetters habe auch das Volksfest funktioniert. Heuer gebe es im September eine fünftägige Neuauflage.

Fünf Tage im August

Auf Nachfrage von Nachtigall wurde dann aber deutlich, dass die Schausteller ab 2020 das Volksfest lieber wieder auf die Woche um den 15. August vorverlegen sehen würden. Und zwar über einen Zeitraum von zehn Tagen, wie früher. Mit dem Fünf-Tage-Fest sei man nicht zufrieden. Nicole Hammerl, die in die Fußstapfen von Cheforganisator Hermann Hubmann getreten ist, begründete die Verkürzung und Verlegung mit dem Rückzug der Feuerschützen und der klammen Stadtkasse.

Die Marktkaufleute sprachen sich auch deutlich dagegen aus, dass die Stadt den Weihnachtsmarkt ab sofort wieder selber gestalten werde. Das neue Konzept der Stadt sehe vor, dass die Suche nach einem Veranstalter europaweit ausgeschrieben werde. Ein Vorgang, der rechtlich zwar richtig sei. Aber sauer stieß er den Marktkaufleuten doch auf, weil der Christkindlmarkt, so wie er sich heute präsentiere, mit ihrem Geld umgestaltet worden sei.

Themen für Stadtrat

Nachtigall und Schwarz traten dafür ein, dass über Christkindlmarkt und Volksfest noch einmal geredet werden müsse. Hammerl und der neugewählte Vorsitzende Duschinger, beide neu im Geschäft, müssten versuchen, an einem Strang zu ziehen. Sie werde das Thema jedenfalls im Stadtrat einbringen, versprach Nachtigall.

Der Vizepräsident des Bayerischen Landesverbandes, Martin Fuhrmann und Landesgeschäftsführer Jürgen Wild informierten über Neuerungen im Verband. Fuhrmann ging auf Dieselfahrverbote, Verpackungsgesetz und Sicherheitssysteme ein, die Schausteller betreffen würden.

Für 20-jährige Treue wurde Martina Nübler mit der Silbernen Verbandsnadel geehrt. Zur Kassiererin wurde Claudia Heindl gewählt. Zur Schriftführerin Melanie Hofacker. Revisor ist Erwin Scharnagl. Donhauser wurde von seinen Kollegen mit einem Geschenkkorb verabschiedet.

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