Weiden in der Oberpfalz
01.03.2021 - 15:28 Uhr

Dehoga-Demo in Weiden: Gastronomie und Hotellerie "keine Pandemie-Treiber"

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga demonstrierte am Montag mit einem "gedeckten Tisch" vor dem "Hotel am Tor" in Weiden.

Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes demonstrieren vor dem "Hotel am Tor". Bild: uz
Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes demonstrieren vor dem "Hotel am Tor".

Von der Nordsee bis auf die Zugspitze haben deutschlandweit Hoteliers und Gastronomen am Montag einen gedeckten Tisch oder ein gemachtes Bett als stillen Protest auf einem öffentlichen Platz aufgestellt. Mit dieser Aktion wollte der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch auf die verzweifelte Situation der Betriebe und die momentane Perspektivlosigkeit aufmerksam machen. Der Tisch des Weidener Kreisverbands stand am Schlörplatz vor dem "Hotel am Tor".

Mittlerweile sei die Branche seit März vergangenen Jahres insgesamt sechs Monate geschlossen, hieß es. „Wir wollen nur Aufmerksamkeit erzeugen“, unterstrich Kreisvorsitzender Robert Drechsel. „Damit unsere Belange in der Ministerpräsidentenrunde auch richtig gewürdigt werden." Drechsel: „Wir sind da. Wir wollen aufmachen. Wir brauchen für die Zukunft ganz dringend Regelungen, die nicht nur auf starre Einzeldinge abgestellt sind. Funktionieren müssen sie."

Die schädlichste Lösung wäre die: Aufzumachen, um dann wieder zumachen zu müssen. „Wir brauchen Regelungen, ab wann was möglich ist. Die Zeit zeigt doch, dass vier Monate Lockdown in der Gastronomie zu keinen Änderungen bei der Verbreitung des Virus geführt haben.“ Drechsler möchte überzeugen. „Nicht durch Druck. Sondern durch die Mithilfe und Einschätzung der Virologen. Denn ohne ihr Zutun werden uns unsere Gäste nicht glauben. Sie werden dann zuhause sitzen und das wäre kontraproduktiv.“

Die Maßstäbe und Inzidenzwerte, die für Öffnungen in anderen Branchen gelten würden, wie im Einzelhandel oder auch bei Baumärkten, müssten auch fürs Gastgewerbe gelten, so die Forderung seines Verbands. Einen fortgesetzten Teil-Lockdown, also eine weitgehende Schließungen als „Dauerzustand“, während andere öffnen dürfen, akzeptiere man nicht.

Die Betriebe des Gastgewerbes hätten während der Öffnungen von Frühjahr bis Herbst 2020 bewiesen, dass ihre Hygienekonzepte funktionierten. Und zwar in allen Betriebsteilen, innen und außen, während der gesamten betrieblichen Öffnungszeiten. Gastronomie und Hotellerie seien keine Pandemietreiber. Dies habe vergangene Woche erst das Robert-Koch-Institut mit seinem „Control-Covid-Plan“ bestätigt.

So sei das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig. Der „Teil-Lockdown“ ab November 2020 sei daher keine Folge eines hohen Infektionsgeschehens im Gastgewerbe gewesen, sondern eine politische Entscheidung.

Vohenstrauß01.03.2021
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