12.01.2020 - 13:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Doppelturnhalle für Pestalozzischule geplant

Die Pestalozzischule bekommt eine Doppelturnhalle. Das gibt Jens Meyer beim Sportler-Brunch bekannt. Und das ist nicht die einzige Ankündigung, die der Bürgermeister macht.

Die Turnhalle der Pestalozzischule soll durch eine Doppelturnhalle ersetzt werden.
von Helmut KunzProfil

Er verwies dabei auf Berechnungen eines von der Stadt beauftragten Fachplanungsbüros, die von einem zweiten Büro bestätigt worden seien.Die Doppelturnhalle sei schon beschlossene Sache. „Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.“ Die Bauverwaltung habe ihm auch zugesagt, dass zum Schuljahresbeginn 2020 der Betrieb in der Realschul-Turn- und Schwimmhalle wieder aufgenommen werde, betonte Meyer. Man arbeite zeitlich wie auch von den Kosten her nach Planvorgabe. Derzeit werde die Schwimmhalle verglast. Eine Dreifachturnhalle sei auf dem Gelände von OTH und BOS/FOS geplant.

Die Gäste beim "Sportler Brunch" griffen am Samstag interessante Themen auf.

Die Genossen hatten Weidener Sportfunktionäre unter dem Motto „Vision 2026 – Jens Meyer und Fraktion vor Ort. Die Da-ist-was-los-Stadt“ zu einer Diskussionsrunde bei Kaffee, Kuchen, Brot und Obatz'n eingeladen. „Ich bin froh, wenn wir unser Realschulbad wieder haben“, sagte Sabine Birner vom Behinderten- und Vitalsportverein und dankte der Thermenwelt für die Überbrückungszeit.

„Wir sind zusammengerückt und jeder hat seine Trainingszeiten bekommen“, sagte Andrea Glaubitz von der DLRG. „Was uns aber abgegangen ist, war das Lehrschwimmbecken.“ Sie sprach von zwei verlorenen Jahren für den bitter nötigen Kinder-Schwimmunterricht. „Das Schätzlerbad konnte im Sommer nicht alles auffangen, was das Realschul-Schwimmbad normalerweise leistet.“

Die Turnhalle der Pestalozzischule soll durch eine Doppelturnhalle ersetzt werden.

Es war eine von allen Seiten fair und freundschaftlich geführte Diskussion. Natürlich gab es auch Mängelrügen. DJK-Chef Reinhold Wildenauer beklagte den miserablen Zustand der Mehrzweckhalle. „Dreckig und der Boden ist sehr rutschig geworden.“ Ins gleiche Horn stieß Thomas Wachsmann, Vorsitzender des Weidener Handballclubs. „Die SpVgg-Halle ist am Ende“, sagte er. „Wir haben ein Video gedreht, wie wir die Halle geputzt haben. Den Wischmob mussten wir hinterher wegschmeißen.“

„An zwei, drei Stellen gibt es Dellen. Ein Problem ist der rutschige Boden. Da rutscht man weg und verdreht sich das Knie." Wer erzähle, dass Weiden eine Sportstadt sei, der müsse schon auch die nötige Infrastruktur schaffen. Ihm sei der Sanierungsbedarf bekannt, unterstrich Roland Richter, der die Veranstaltung moderierte. Aber man sollte erst die Dreifachturnhalle bauen, bevor man die Mehrzweckhalle saniert.

Die Turnhalle der Pestalozzischule soll durch eine Doppelturnhalle ersetzt werden.

An der Sanierung führe aber kein Weg vorbei, konterte Wildenauer. „Vielleicht sollte man den Nachtragshaushalt dahingehend gestalten, dass in diesem Jahr zumindest die Planungen angestoßen werden.“ Weiden-Ost-Präsident Franz Bäumler glaubte, dass sich die Situation ab September entschärfen werde, sobald die Realschul-Turnhalle fertig sei. Matthias Loew konnte sich vorstellen, dass ein Funktionsraum für kleinere Aktivitäten, angebaut an die Realschulturnhalle, die Lage entspannen würde.

Ein Sanierungsfall sei auch der Realschulsportplatz, unterstrich Wildenauer. „Alles kaputt.“ Die Anlage sei zu öffentlich, keiner passe auf. Daran lasse sich aber nichts rütteln, erklärte Loew. Hier handle es sich schließlich um einen öffentlichen Sportplatz, wo jeder kicken oder seine Runden drehen dürfe. Richter: „Sportstätten müssen auch der Öffentlichkeit zugänglich sein.“ Allein schon vor dem Hintergrund, weil Kinder und Jugendliche heutzutage nicht mehr auf der Straße spielen könnten. Denen blieben zum Austoben nur solche Sportstätten.

Einige meinten, dass sich der Realschulsportplatz in einem katastrophalen Zustand befände und man darüber nachdenken sollte, ihn nachts zu schließen.

Diese „Gäste“ meine er auch nicht, sagte Wildenauer. Sein Ärger: Tagsüber Picknick und nachts Party. Überall Glasscherben und Schnapsflaschen. „Eine Katastrophe. Hier müsste man schon was tun." Erich Kummer, der auf dem Platz regelmäßig Sportabzeichen abnimmt: „Meine 3000-Meter-Läufer müssen um Leute herumlaufen, die mitten auf der Bahn stehen und keinen Schritt zur Seite gehen." Vielleicht sollte man ihn nachts schließen.

Auch Reiner Nachtigall von der SpVgg SV Weiden klagte über Vandalismus und Scherben auf dem alten SV-Gelände in der Stockerhut. Weiter thematisierte er den Kunststoffrasen. Brigitte Schwarz warf die Frage auf, wie Weidener Sportvereine mit Kindern aus sozialschwachen Familien verfuhren. Marcus Rudnik vom Kanuverein forderte eine Generalsanierung der Wehranlage am Flutkanal. Sollte die in die Brüche gehen, sei das Stadtbad nur noch eine Wiese.

Einige meinten, dass sich der Realschulsportplatz in einem katastrophalen Zustand befände und man darüber nachdenken sollte, ihn nachts zu schließen.
Turn- und Schwimmhalle der Realschule sollen nach der Generalsanierung im September wiedereröffnet werden.
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