11.01.2021 - 12:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Drei Grüne wollen Direktkandidat für Weiden, Neustadt und Tirschenreuth werden

Auch Bündnis90/Die Grünen bringt die Corona-Pandemie in die Bredouille. Doch die drei Kreisverbände der nördlichen Oberpfalz haben einen Weg gefunden, rechtliche Vorgaben mit Zeitplan und Gesundheitsschutz zu vereinen.

Das Logo von Bündnis 90/Die Grünen auf einem Aufsteller der Partei.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Nicht nur CSU und SPD haben ihr "Kreuz mit den Wahlen", wie es jüngst in einem Artikel von Oberpfalz-Medien hieß. Auch die Kreisverbände Neustadt, Tirschenreuth und Weiden von Bündnis 90/Die Grünen brachte die Pandemie im Vorfeld der Bundestagswahlen 2021 in arge Nöte. Im Oktober sagten sie ihre Präsenzveranstaltung ab, bei der ein Direkt- und Listenkandidat bestimmt werden sollte. Die bräuchte es aber nach wie vor. Seitdem sei man "intensiv auf der Suche nach einer Lösung für das allgemeine Problem der Parteien" gewesen, erklären die drei Kreisverbände in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Probleme der Parteien vor der Bundestagswahl

Weiden in der Oberpfalz

Hinzu komme, dass es gleich "drei ernstzunehmende BewerberInnen für einen zu vergebenden Platz" gebe: die Windischeschenbacher Kreis- und Stadträtin Anne Droste, den Bärnauer Benjamin Sertl, seit kurzem Schriftführer im Bezirksverband, sowie den Erbendorfer Kreis- und Gemeinderat Josef Schmidt. Auch die Grünen standen vor der Aufgabe, "eine vernünftige Präsentation und eine Entscheidung unter Corona-Bedingungen herbeizuführen. Und das baldmöglichst", wie die Kreisverbände betonen. "Es gilt Kampagnen abzustimmen und sich besonders auch parteiintern einen guten Platz auf der Landesliste zu sichern. Ohne Festlegung auf eine*n Kandidat*in gestaltet sich das aber schwierig." Laut Bundeswahlgesetz braucht es dazu zwingend eine Präsenzveranstaltung.

Das Organisations-Team hat sich entschieden, für die Nominierung des Bewerbers für die Landesliste eine parteiinterne Abstimmung per Briefwahl anzustoßen. Zur Information ist eine eigene Homepage (gruene-nopf.de) eingerichtet. Bei einer digitalen Mitgliederversammlung am Freitag unter Leitung von Bundestagsabgeordnetem Stefan Schmidt konnten die Teilnehmer den drei Kandidaten Fragen stellen. Nun geht es ans Eingemachte: Am 24. Januar werden die Stimmen ausgezählt, dann steht das Votum für die Landesliste fest. Der oder die Gewählte wird sich als Wahlkreisabgeordneter bei einer Präsenzveranstaltung bewerben – "sobald die pandemiebedingten Umstände es zulassen". Denn die Vorstände der Kreisverbände haben vereinbart, dass sie das jetzt abgegebene Votum auch für die Direktkandidatur unterstützen werden. Für die Grünen der ideale Weg, wie sie in der Mitteilung bemerken: "Alle sehen sich, alle sind beteiligt, und niemand hat ein Kontaktrisiko. Und wenn dann die Infektionszahlen im Frühjahr hoffentlich sinken, kann man in aller Ruhe eine Präsenzwahl durchführen."

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