Satte drei Stunden begeisterte am Samstagabend der unterfränkische Kabarettist Michl Müller seine Fans in der nicht ganz ausverkauften Max-Reger-Halle. Bei vielen Themen traf er wieder den Nagel auf den Kopf. So beispielsweise bei der Erkenntnis, dass die Menschen heutzutage „hoch vergeistigt“ durch die Wälder rennen und sich dann noch hinlegen, auch wenn's in einen Ameisenhaufen ist.
Müller erzählte von seinen Erfahrungen bei der Apfelmusherstellung und beim Haarewaschen beim Friseur, machte täuschend echt einen defekten Lautsprecher an Allerheiligen im Friedhof nach und sang im Stil von Kerstin Ott. Und er erinnert daran, dass einst kein Kind Schaden erlitten habe, wenn es mit Plastikspielzeug aus China spielte. „Eis am Steckerl“ sei damals was Besonderes gewesen. Seine Frage: „Ist heute alles besser oder waren die Menschen früher einfach zufriedener?“
Am Ende stellte sich Michl Müller den Moment mit einem Glas Sylvaner vor, ein Schlusstrunk nach seinem umfangreichen Hausumbau. Nachdenklich bemerkte er, welche Kleinigkeit eigentlich so ein Hausumbau sei, wenn der Blick auf die Ereignisse in der Welt gerichtet werde. Nach dem stürmischen Beifall der Besucher sang er noch ein paar Ohrwürmer als Zugabe. Für seine Show bezog Michl Müller immer wieder Statisten aus dem Publikum mit ein.
















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