Im alten Ring-Kino blieb es am Donnerstagabend bewusst dunkel. Nur sparsames Licht fiel auf die vier Musiker, die sich ganz in den Dienst ihres Sounds stellten. Das passte: Dub lebt nämlich von Wirkung, nicht von der großen Geste. Die tiefen Bässe waren körperlich spürbar, die Effekte zogen weite Kreise durch den Kinosaal. Das Publikum war aufmerksam dabei. Viele standen einfach nur da, ließen die Musik auf sich wirken und bewegten sich doch im Takt. Kopf und Beine arbeiteten hier gleichermaßen. Die große Show brauchte es nicht. Die Band spielte konzentriert und ließ ihre Stücke für sich sprechen. Das Konzert mit "Dub Spencer & Trance Hill" setzte in der "Sünde" ganz stark auf Atmosphäre. Es war ein Abend ohne viel Schnickschnack. Aber mit einem Sound, der bei den Besuchern hängen bleibt. Dub entstand übrigens Ende der 1960er Jahre auf Jamaika und leitet sich von Double ab, was so viel wie Neuabmischung von Reggae-Stücken bedeutete. Aber ohne Gesang.
Weiden in der Oberpfalz
20.03.2026 - 11:20 Uhr
Dub-Sound im alten Ring-Kino Weiden mit großer Wirkung
von Helmut Kunz
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