21.11.2019 - 10:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Vom Ehrenamtskoordinator zum Integrationslotsen

Ohne die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer wären die Integration der Flüchtlinge in Gesellschaft und Arbeit noch schwieriger. Die Koordinationsarbeit kann nun fortgesetzt werden.

Manfred Weiß (sitzend, Mitte) wird als neuer Integrationslotse vorgestellt. Mit dabei (sitzend, von links) Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier, Diakonie-Vorstand Karl Rühl und (stehend) Bildungsmanagerin Julia Lenhart sowie Oberbürgermeister Kurt Seggewiß.
von Siegfried BühnerProfil

Seit vier Jahren bemüht sich Manfred Weiß als Ehrenamtskoordinator beim Diakonischen Werk Weiden um die Koordination der Flüchtlingshilfe und damit um die Integration von Flüchtlingen. Jedes Jahr mussten dafür immer wieder neue Finanzierungsquellen für diese wichtige Arbeit erschlossen werden.

Ein Förderungsprogramm des Freistaats Bayern schafft die Vorrausetzung, die Tätigkeit auf neuer Basis fortzusetzen. „Es geht weiter“, freute sich Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier. Die Aufgabe des Integrationslotsen liege vor allem an den Schnittstellen zwischen Ehrenamt und Hauptamt und zwischen freier Wohlfahrtspflege und kommunalem Sozialwesen, betonte Hohlmeier. In der Anfangszeit ging es bei den Zuwanderern vor allem um die Grundversorgung, jetzt mehr um die Integration in Arbeit und das tägliche Leben. Die Bewilligung der Fördermittel für das laufende Jahr liegt bereits vor, sehr gute Aussichten bestehen auch für das Jahr 2020.

Manfred Weiß konnte deshalb jetzt als neuer Integrationslotse für Flüchtlinge und für ehrenamtliche Helfer vorgestellt werden. „Es freut mich sehr, dass ich meine bisherige Arbeit fortsetzen kann“, sagte Weiß. Je eher und mehr Geflüchtete unterstützt werden könnten, desto mehr profitiere unsere ganze Gesellschaft davon. Dazu bemerkte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß: „Ohne die vielen freiwilligen Helfer wären besonders die Jahre 2015 und 2016 nicht so geordnet und ohne schwerwiegende Reibungsverluste abgelaufen.“ Langfristig müsse man allerdings bei diesen Aufgaben denken, meinte der Oberbürgermeister.

Wie bisher wird der neue Integrationslotse beim Diakonischen Werk Weiden seine berufliche Heimat haben. Karl Rühl stellte als Diakonie-Vorstand dazu fest: „Der Ehrenamtskoordinator ist über das Ehrenamt hinaus zu betrachten gewesen und war Schnittstellenhersteller zwischen Kommune, Kirchengemeinden, Arbeitskreis Asyl und weiteren Organisationen.“ Die Diakonie habe einen Großteil der bisherigen Kosten aus Eigenmitteln eingebracht und werde auch in den nächsten zwei Jahren 20000 Euro dafür einsetzen.

Rühl lobte ausdrücklich auch die Zusammenarbeit in den Anfangsjahren mit dem damaligen Rechts-und Sozialdezernenten Hermann Hubmann und Jugendamtsleiterin Bärbel Otto. Dass auch das Handlungsfeld Bildung zum Aufgabengebiet des neuen Integrationslotsen zählt, betont Bildungsmanagerin Julia Lenhart. Schließlich komme der Bildung und Qualifizierung eine Schlüsselrolle für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und damit für eine langfristige Integration zu.

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