Weiden in der Oberpfalz
06.11.2018 - 15:56 Uhr

Bis an die Enden der Welt

Sabine Hoppe und Thomas Rahn erzählen von ihrer Reise nach China

Welche Postkarte hätten's denn gern? Nehmen's am besten die, wo unser Oldtimer Paula drauf ist. Sabine Hoppe und Thomas Rahn bei ihrem Vortrag in Weiden. Bild: Kunz
Welche Postkarte hätten's denn gern? Nehmen's am besten die, wo unser Oldtimer Paula drauf ist. Sabine Hoppe und Thomas Rahn bei ihrem Vortrag in Weiden.

Für Sabine Hoppe und Thomas Rahn gibt es viele Enden der Welt. Mal ist es Malaysia, an der Stelle wo sich Eurasien auflöst. Ein andermal ist es der südlichste Punkt Feuerlands oder Afrikas. "Alle Enden der Welt, die wir entdeckt haben, haben eines gemeinsam: Punkte mit einer ganz besonderen Stimmung, die meist gar nicht so spektakulär sind. Die aber ein ganz besonderes Gefühl in uns auslösen."

Am Sonntag erzählten die beiden Globetrotter aus Amberg und Thansüß von ihrem Aufbruch mit ihrem Oldtimer "Paula" in die große weite Welt vor neun Jahren. Drei Jahre waren geplant. Sechs sollten es werden. Heute leben der studierte Architekt und Forstwissenschaftler und seine Partnerin in Kempten, wo Sabine Hoppe an der Schule Deutsch, Kunst und Werken unterrichtet.

"Die Tour hat ganz in der Nähe von Weiden begonnen, in Thansüß, nur eine Viertelstunde weg", erzählte Rahn. Über Amberg und München ging es nach Griechenland und über die Türkei in den Iran, zur Seidenstraße nach Sibirien, in die Mongolei und nach China.

"Bis ans Ende der Welt" erzählt vom kunterbunten Auftakt zum Abenteuer "Weltumrundung im Oldtimer". Rahn: "Wir wussten selber nicht genau wo das Ende der Welt liegt und wie weit wir kommen." Ihr zum Wohnmobil umgebauter Mercedes Kurzhauber war damals schon 32 Jahre alt. "Wir hatten keine Ahnung, auf was wir uns da einlassen. Mit solch einem Oldtimer los zu fahren, war für uns ein großes Wagnis."

Inzwischen ist "Paula" 41 Jahre alt. "Im besten Alter." Und sie wartet in Thansüß auf neue Abenteuerreisen. Das Dieselfahrverbot nimmt Rahn mit Humor. "Paula ist frei von Feinstaub. Der Diesel ist so alt, da kommen nur noch grobe Flocken raus." Eile hatten die beiden nie. "Wir mussten uns auch Zeit nehmen wegen der vielen Reparaturen auf unserer Reise." "Wir hatten vor dieser Reise noch nie an Autos rumgeschraubt und mussten das alles lernen. Jedes Teil, das komische Geräusche machte, wurde unter die Lupe genommen, musste ausgebaut werden. Aber bei dieser alten Technik lässt sich vieles nachvollziehen." Der Weg führte die Oberpfälzer Richtung Osten. Durch Wüsten, an märchenhaften Basaren vorbei, dem aufkommenden Bürgerkrieg in Kirgistan entkommend durch hüfttiefe Flüsse, bis zu den einsamen Weiten der Mongolei und ins vielfältige China.

In seiner live-kommentierten Diashow erzählte Rahn vom Leben unterwegs, von interessanten Begegnungen, atemberaubenden Landschaften, fremden Kulturen und zahlreichen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Ein vielschichtiger Bericht über Freud und Leid einer außergewöhnlichen Reise auf 33.000 Kilometern durch 17 Länder.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.