06.12.2018 - 13:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Enten-Spezial-Polizist" rettet verirrten Schwan am Karl-Heilmann-Block in Weiden

Ein Schwan hat sich am Freitag im Bereich des Karl-Heilmann-Blocks in Weiden verirrt. Weil der Vogel nicht wegflog, verständigten Anwohner die Polizei, darunter einen "Enten-Spezial-Polizisten".

So einfach davonfliegen konnte der Schwan, der sich am Karl-Heilmann-Block verirrt hatte, nicht. Anwohner riefen daher die Polizei zu Hilfe.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Ein Polizist mit Schwan im Arm auf dem Rücksitz eines Streifenwagens: Das gab's am vergangenen Freitagabend, 30. November, in Weiden zu sehen. Anwohner des Wohnblocks hatten die Polizei verständigt, nachdem ein Schwan in der Wohnblocksiedlung gelandet war und mehrfach vergeblich versucht hatte, davonzufliegen. "Offenbar hatte er zu wenig Schubleistung oder ihm war sprichwörtlich der Sprit ausgegangen, um sich erneut in die Lüfte zu begeben", schreibt die Polizei im Bericht zum Vorfall.

Beamte der Inspektion Weiden fanden das hilflose Tier in der Siedlung. Unter ihnen befand sich auch einer der Beamten von einer "Entenjagd" im Sommer. Damals hatten sich zehn Jungenten auf die Regensburger Straße verirrt und dort für Aufregung gesorgt.

https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/zehn-jungvoegel-von-der-strasse-gerettet-ententanz-bei-polizei-d1858870.html

Laut Angaben der Polizei hätte der Schwan am Karl-Heilmann-Block gejagt werden dürfen, doch Jagdpächter und Feuerwehr verzichteten darauf, das Tier in der Wohngegend zu erlegen. "Und auch der 'Enten-Spezial-Polizist' hegte Sympathie für das Tier", heißt es im Polizeibericht. Er wollte dem Tier helfen und überwältigte es. Allerdings war der Vogel davon zunächst so gar nicht begeistert. Der Schwan biss den Polizisten als Gegenwehr heftig.

Als das Tier eingefangen war, stellte ein Anwohnerin den Beamten eine große Schachtel zur Verfügung, in die der Schwan gesetzt wurde. Dann fuhr ein Streifenwagen mit zwei Polizisten auf den Vordersitzen und einem auf dem Rücksitz mit Schwan im Arm zum Flutkanal, wo der Vogel in die Freiheit entlassen wurde.

"Leider sind hiervon keine Bilder übermittelt, aber ein Foto ins Innere des Streifenwagens wäre dies durchaus wert gewesen", schreibt die Polizei. Sie bedankt sich bei der Anwohnerin, die die Schachtel zur Verfügung gestellt hatte.

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