03.05.2021 - 17:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Erst zum Schluss geht Wasserballern des SV Weiden die Luft aus

Dieselben Gegner, dieselben Spielausgänge: Mit einem Sieg und zwei Niederlagen kehren die Weidener Wasserballer vom zweiten Vorrundenturnier aus Krefeld zurück. Aber für die Verantwortlichen des Bundesligisten zählen nicht nur Ergebnisse.

Torwart Matthias Kreiner (rote Bademütze) war wieder der große Rückhalt der Weidener.
von Autor PRGProfil

Das zweite Vorrundenturnier in der D-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga hatten die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden diesmal im Westen der Republik zu absolvieren. Trotz zwei Niederlagen überzeugten die SV-ler im Krefelder Sportzentrum Bockum mit guter Verfassung, ähnlich wie vor einer Woche in Hamburg. Dem sicheren 11:7-Sieg gegen Hamburg folgte eine klare 6:14-Niederlage gegen den Gastgeber und Sieger der Vorrunde, den SV Krefeld 72, am Samstagabend. Die Partie am Sonntag gegen den Duisburger SV ging mit 12:15 verloren. Dennoch verzeichneten die Aigner-Schützlinge, nach seiner eigenen Einschätzung, eine weitere Entwicklung und präsentierten sich erstaunlich solide, wenn man den aktuellen Trainingsstand betrachtet.

Das Spiel gegen Hamburg begann mit drei vergebenen Chancen für die Weidener, ehe die Oberpfälzer das einzige Mal im Spiel in Rückstand gerieten. Zur Pause lagen die Weidener mit 5:2 vorne. Im dritten Viertel behielten die Oberpfälzer zwar die Kontrolle, ließen aber erneut einige Chancen liegen und kassierten einen Treffer noch vor der letzten Viertelpause. Im Schlussabschnitt machte sich nicht nur die größere Erfahrung der meisten Weidener bezahlt, sie überzeugten mit einer sehr guten körperlichen Verfassung. Am Ende gewannen die Weidener mit 11:7.

Am Abend standen die Weidener dem stärksten Team dieser Gruppe, SV Krefeld 72, gegenüber. Die Gastgeber bestätigten zwar ihre Favoritenrolle mit einem klaren 14:6-Sieg über die Weidener, die jedoch, bis auf das zweite Viertel (0:4), eine grundsolide Leistung ablieferten und eine vorbildliche Moral bewiesen. Die Oberpfälzer gaben zu keinem Zeitpunkt auf. Die Niederlage geht in Ordnung, auch wenn sie zu hoch ausfiel.

Am Sonntag bekamen es die Weidener mit dem Duisburger SV 98 zu tun. Auch in diesem Spiel lieferten die Oberpfälzer ein streckenweise attraktives Wasserballspiel ab. Bis Ende des dritten Viertels blieb das Spiel völlig offen und die Oberpfälzer hatten, trotz ihrer Probleme mit dem starken Center der Duisburger, Ulf Ranta, immer noch Chancen zu gewinnen. Im letzten Viertel des sechsten Spiels innerhalb der letzten acht Tage ging den Weidenern aber sprichwörtlich die Luft aus. Sie vergaben ihre Chancen und kassierten Tore nach schnellen Konterangriffen des Gegners. Letztendlich machten die Duisburger Routiniers Ranta (6 Tore) und Niclas Becker (4) den Unterschied aus. Auch dieses 12:15 fiel zu hoch aus.

Unterm Strich können die Weidener mit ihren Leistungen in beiden Turnieren sehr zufrieden sein: "In Anbetracht der Trainingsmöglichkeiten und der Trainingsumfänge der letzten Wochen und Monate, lieferten wir passable Leistungen ab. Viele Spieler entwickelten sich während der letzten Wochen deutlich weiter und die Jugendfraktion lässt optimistisch in die Zukunft blicken. Die Stimmung ist total gut, das macht Spaß mit diesem Team zu arbeiten", lobte Trainer Thomas Aigner seine Schützlinge.

"Die Mannschaft entwickelt sich zu einem geschlossenen Gebilde. Es sind Konzepte und eine eigene Linie zu erkennen, eine Handschrift des Trainers, das macht einen sehr soliden Eindruck. Mit diesen Leistungen brauchen wir uns wirklich nicht zu verstecken. Mit Matthias Kreiner haben wir einen starken Rückhalt im Tor, vor ihm steht Thomas Kick bärenstark in der Abwehr und vorne überzeugte nicht nur unser Center Jakob Ströll, sondern auch die Jüngeren, wie zum Beispiel der mit 17 Jahren Jüngste im Team, Denis Underberg. Was mir aber am meisten gefällt, das ist die Geschlossenheit und die Disziplin im Team", so das Urteil des Mannschaftsleiters Irek Luczak.

Der Bericht zum 1. Spieltag

Weiden in der Oberpfalz
Hintergrund:

Die Spiele des SV Weiden am Wochenende

  • SV Weiden – SV Poseidon Hamburg 11:7 (3:2, 2:0, 0:1, 6:4)
    Zeitstrafen: Weiden 7 + 1 Strafwurf, Hamburg 13 + 2
  • SV Weiden – SV Krefeld 6:14 (2:4, 0:4, 3:3, 1:3)
    Zeitstrafen: Weiden 6 + 3, Krefeld 8
  • SV Weiden – Duisburger SV 12:15 (3:2, 2:5, 4:3, 3:5)
    Zeitstrafen: Weiden 8 + 1, Duisburg 8
  • Mannschaft: Tor: Matthias Kreiner; Feld: Nikolaj Neumann (1. Spiel: 1 Tor; 2. Spiel: 0 Tore; 3. Spiel: 3 Tore), Denis Underberg (2 0,2), Kyryllo Olkhovsky, Thomas Kick, Denis Reichert (0,1,0), Jakob Ströll (4,2,1), Robert Reichert (1,0,2), Marek Janecek (2,2,1), Andreas Jahn (1,0,1), Sean Ryder (0,1,1), Andreas Widiker (0,0,1), Cedrik Zupfer
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