26.04.2021 - 12:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SV Weiden endlich wieder im Bundesliga-Wasser

Es ging natürlich auch um die ersten Punkte. Doch für die Weidener Wasserballer war vor allem wichtig, endlich wieder einen Wettkampf zu haben. Mit leeren Händen kamen sie aus Hamburg nicht heim.

Sean Ryder (rechts) warf das erste Bundesligator für den SV Weiden nach gut einem Jahr.
von Autor PRGProfil

Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden absolvierten am Wochenende ihre ersten Spiele nach über einem Jahr und kehrten mit wichtigen Erkenntnissen aus Hamburg zurück. Nachdem alle Hygienemaßnahmen ohne Zwischenfälle erfüllt wurden, durfte endlich Wasserball gespielt werden. Die Aigner-Schützlinge lieferten trotz zweier Niederlagen (9:14 gegen den SV Krefeld und 7:13 gegen den Duisburger SV) grundsolide Leistungen bei ihrer Saisonpremiere ab. Gegen Gastgeber Poseidon Hamburg siegten sie 11:6.

Im ersten Spiel der Vorrunde D in der Schwimmhalle am Inselpark standen die Weidener dem SV Krefeld 72 gegenüber. Das erste Weidener Tor nach über 13 Monaten wasserballspielfreier Zeit erzielte gleich in der ersten Minute der Routinier Sean Ryder und brachte sein Team damit in die erste Führung. Die Krefelder glichen prompt in Überzahl aus und gingen kurze Zeit später selbst 2:1 in Führung. Im ersten Viertel, das mit 3:3 ausging, trafen mit Andreas Widiker und Robert Reichert zwei Youngsters für die Oberpfälzer. In Viertel zwei verloren die Max-Reger-Städter allerdings ihre Linie und lagen zur Pause mit 3:6 zurück. Im dritten Viertel kam noch schlimmer. Trotz des couragierten Auftretens passierten immer wieder die gleichen Fehler, die das Team aus Krefeld gekonnt ausnutzte. 4:13 lagen die Oberpfälzer vor dem letzten Abschnitt zurück. Sie zeigten aber Moral und holten noch auf 9:13 auf.

„Es ging eigentlich besser, als erwartet los, die Mannschaft zeigte sich kämpferisch und körperlich gut aufgestellt. Leider unterliefen uns viel zu viele Fehler im zweiten und im dritten Viertel. Das war einfach zu viel, um es noch wett machen zu können. Vor allem die junge Fraktion mit Andreas Widiker, Robert Reichert und Denys Underberg überzeugten und zeigten, dass sie definitiv im Herrenbereich angekommen sind, bilanzierte Trainer Thomas Aigner das erste Spiel.

Keine zwei Stunden später standen die Oberpfälzer dem Gastgeber SV Poseidon Hamburg gegenüber. In diesem Spiel stellte das SV-Team seine konditionelle Verfassung unter Beweis. Es ging mit einer Führung los, dennoch trennten sich die Kontrahenten noch mit einem 3:3-Gleichstand zur ersten Viertelpause. Nach und nach (2:0 im zweiten und 2:0 im dritten Viertel) beherrschten die Weidener zunehmend die Gastgeber. Am Ende gewann Weiden verdient mit 11:6. „Das war top, wie sich die Mannschaft nach der kurzen Pause präsentierte. Wir waren fitter und vor allem klar die bessere Mannschaft. Matthias Kreiner im Tor glänzte richtig, was nach seiner ewig langen Pause doch nicht so zu erwarten war. So kann es weitergehen", sagte Aigner nach dieser Partie.

Allerdings wurde es aus dem "Weiter so" nichts, obwohl das Spiel gegen Duisburg sensationell begann.Robert Reichert, Marek Janecek und Nikolaj Neumann erzielten schnell die 3:0-Führung. Weiter trafen Jakob Ströll und erneut Widiker. Weiden lag nach dem ersten Viertel 5:1 vorne. Doch, wie ausgewechselt kamen die Mannen um Kapitän Thomas Kick aus der Pause zurück. 0:4 im zweiten, 1:4 im dritten und erneut 1:4 im letzten Viertel zeigten die Überlegenheit der Duisburger, die ab viertel zwei einfach effizienter und cleverer agierten. „Da ging leider nicht mehr viel bei uns. Wir haben zu wenig aus unseren Überzahlen gemacht und sonst sehr viel verschossen. In diesen Bereichen haben die Duisburger mehr aus ihren Chancen gemacht. Schade, dass wir uns haben den Schneid abkaufen lassen, nachdem wir so stark begonnen haben", erklärte Kapitän Thomas Kick nach der 7:13-Niederlage.

Letztendlich mit guten und sehr wichtigen Erkenntnissen kehrten die Max-Reger-Städter aus dem Hansatrip zurück in die Oberpfalz und dürfen weiter hoffen auf den nächsten Auftritt, der für kommendes Wochenende in Duisburg geplant ist. Das Turnier soll, wenn pandemiebedingt überhaupt möglich, im Freibad stattfinden: „Das ist nochmal eine andere Nummer, ohne Training im Freibad ist die Umstellung meist sehr schwierig, aber wir nehmen jede Möglichkeit Wasserball zu spielen mit und jede weitere Erfahrung bringt uns einen Schritt weiter. Wir freuen uns auf weitere Herausforderungen", sagt Teamleiter Irek Luczak.

Info:

Die Spiele in der Statistik

SV Krefeld 72 – SV Weiden 14:9 (3.3, 3:0, 7:1, 1:5)

Zeitstrafen: Krefeld 13, Weiden 10 + 2 Strafwürfe + 1 Spielstrafe (Ryder)

SV Poseidon Hamburg – SV Weiden 6:11 (3:3, 0:2, 0:2, 3:4)

Zeitstrafen: Hamburg 7 + 2, Weiden 4 + 1

Duisburger SV – SV Weiden 13:7 (1:5, 4:0, 4:1, 4:1)

Zeitstrafen: Duisburg 9 + 1, Weiden 7 + 2

Mannschaft SV Weiden:

Tor: Matthias Kreiner und Christopher Klein

feld: Nikolaj Neumann (Tore: 0 im ersten Spiel, 2 im zweiten Spiel, 1 im dritten Spiel), Denys Underberg (3,-,-), Cedrik Zupfer (-,1,1), Thomas Kick (-,1,1), Dennis Reichert (-,3,1), Jakob Ströll (-,2,1), Robert reichert (3,-,1), Marek Janecek (-,-,1), Andreas Jahn, Sean Ryder (2,-,-), Andreas Widiker (1,1,2) und Kyryllo Olkhovsky

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