Erstmals begrüßte zur Jahreshauptversammlung der neue Vorsitzende Martin Bäumler die Gäste im Postkellersaal, um die Erfolge in Zucht und Leistung zu würdigen. Erfreulich nannte er die steigende Mastkälbervermarktung in Seibertshof. „Mit der Nutzungsrasse Fleckvieh haben wir Gold in unseren Ställen und Zuchtbullen sind gefragt bei der Besamung“, erläuterte der Obertresenfelder Landwirt. Fünf Kühe lagen in der Genossenschaft bei über 100.000 Liter Milch als Lebensleistung. Aufgrund der Trockenheit stellte die Fütterung der Tiere 2018 eine tägliche Herausforderung dar.
„Eine Steigerung um fast 400 Kilogramm Milch habe es in einem Jahr noch nicht gegeben“, sagte Zuchtleiter Thomas Nibler mit Blick auf das zurückliegende Jahr. "218 Anpaarungsverträge wurden geschlossen." Die anbindelose Versteigerung nach Umbau in Schwandorf habe sich als vorteilhaft erwiesen. "Die erzielten Preise sind gut." Im Zuchttierverkauf lag der Landkreis Neustadt mit 174 in der Auktion, 328 im Export bei den Kalbinnen und 330 ab Stall an der Bezirksspitze. "Die ordentliche Mitgliederzahl von 324 bewegt sich auf Vorjahresniveau."
Als neuer AELF-Leiter beglückwünschte Landwirtschaftsdirektor Reinhold Witt die Mitglieder zur hervorragenden Arbeit. "Der respektvolle Umgang mit den Kühen ist gelebtes Tierwohl mit positiven Auswirkungen auf alle Betriebe." Seit einer Woche laufe des Kulturlandschaftsprogramm wieder. "Gewässerschutz, Blühstreifen und Hecken unterstützen die Natur." Stadtrat Josef Gebhardt verwies als Vertreter des Weidener Oberbürgermeisters darauf, dass die Politik die Notwendigkeit landwirtschaftlicher Arbeit hervorheben müsse, da der Bevölkerung dieses Wissen immer mehr entgleite.
Stellvertretender BBV-Kreisobmann Karl Bäumler regte einen weichen Übergang von der Anbinde- zur Laufstallhaltung an. Am 15. März findet die Lehrfahrt zum Betrieb Böhm ins oberfränkische Aufseß an. Dort werden 180 Milchkühe gehalten. Anmeldungen nimmt das AELF Schwandorf entgegen.
Über das Wasser als wichtigstes Futtermittel referierte Hubert Schuster vom Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft. "Ohne Wasser gibt es bei den Kühen keine Futteraufnahme." Die Wasserqualität das Hofes und der Tränken bedürften der Überprüfung, sagte der Experte. "Auch Kälber brauchen Wasser." Wasserzusatz bei zu trockenen Rotationskomponenten sei angebracht, außerdem reduziere es die Selektion des Futters durch die Tiere.
Die Ehrenpreise verdienter Fleckviehzüchter mit Trophäen und Schildern für den Hof übergab Fachberater Rudi Traxinger. Zum zweiten Mal erfolgte die Auszeichnung mit dem Prädikat „Kuhprofi“, bei dem von 22 Betrieben 11 aus dem Landkreis stammen. Hier werden herausragende Merkmale berücksichtigt wie Milchleistung, Zwischenkalbezeit, Abgangsrate, Zellzahl, Lebensleistung und Lebenstagesleistung: Gerhard Bauer Engleshof, Karl Schröml Obersdorf bei Kirchendemenreuth, Hubert Herr aus Moos, Gerhard Walter Münchsreuth, Hermann Höcherl Kirchendemenreuth, Johann Wieder Steinreuth, Erwin Hösl Steinreuth, Karl Wismann Sogritz, Johannes Nickl Münchsreuth, Anton und Helmut Ott Grub bei Trabitz, Christian Pschierer Penzenreuth.
Höchste Herdenleistung Markus Forster Irchenrieth 10.815 Kilogramm Milch; höchste Laktationsleistung Kuh „Lila“ 12.135 Kilogramm von Wolfgang Gmeiner Oberbernrieth; höchste Lebensleistung Kuh "Reno" von Johann Bartmann Hagendorf; über 100.000 Liter Lebensleistung: Kuh „Angelina“ 109.759 Liter von Rosa und Johann Spiegl Frühlingshöhe; Kuh „Lorelei“ 102.886 Liter von Stefan Hefner Vorbach; Kuh „Ulme“ 101.921 Liter von Franz Neubauer Naabdemenreuth; Kuh „Kerstin“ 100.841 Liter Christian Feil Ragenwies, Kuh „Agnete“ 100.193 (Liter) Johannes Nickl Münchsreuth; Eutergesundheit mit Durchschnittszellgehalt 53.000 Kilogramm Josef Meckl Spielberg; Lebensleistung Abgänge 41.922 Kilogramm Franz Steiner Obersdorf; beste Marktbeschickerin mit 67 Kälbern Gabriele Kirschner Dorfgmünd. (rdo)













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