Mit seiner "Orgelmusik zu Epiphanias" ließ am Sonntagnachmittag der gebürtige Weidener Florian Lorenz aufhorchen. Die Reihe "Kirchenmusik in der Michaelskirche" auf der Max-Reger-Orgel stand diesmal unter dem Motto "Wie schön leuchtet der Morgenstern." Für den Tag der Erscheinung des Herrn schien dieses mystische Brautlied - im Morgenstern ist Jesus erkennbar - genau die richtige Vorlage zu sein.
Lorenz wuchs in der Max-Reger-Stadt auf, wo er mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht erhielt. Er lernte Gitarre und Querflöte und lernte mit 16 unter den Fittichen von Kirchenmusikdirektor Hanns-Friedrich Kaiser das Orgelspiel. Nach dem Abitur studierte er evangelische Kirchenmusik in Bayreuth und München. Derzeit steht er bei Professor Jens Wollenschläger (Orgel) in Tübingen kurz vor seinem Bachelor-Examen. Nach dem letzten Schlag der Kirchenglocken begann Lorenz sein Spiel mit dem fünfstimmigen Präludium Ex-Dur BWV 552/1 von Johann Sebastian Bach. Das zweite Werk war die Choralbearbeitung für Orgel "Wie schön leuchtet der Morgenstern", eine Neuinterpretation aus der Feder des süddeutschen Orgelmeisters Johann Pachelbels, einem Vertreter der deutschen barockalen Instrumentalmusik. Das Stück lehnt sich inhaltlich an Psalm 45 sowie biblische Bilder an. Die ursprüngliche Fassung stammte von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1597.
Ebenfalls aus der Tonwerkstatt Bachs stammte die Fuge E-Dur BWV 552/2, eine tonale Fortsetzung der Einleitung. Es folgte "Deuxième Fantaisie" des französischen Komponisten Jehan Alain und zum Finale eine Fantasie über den Motto-Choral "Wie schön leucht' uns der Morgenstern" von Max Reger. Der begeisterte Beifall der zahlreichen Besucher galt dem Organisten und seiner Programmauswahl.













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