03.09.2018 - 10:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Fördergelder aus Berlin sprudeln

Überbetriebliches Bildungszentrum für Ostbayern erhält mit 138 000 Euro kräftigen Bundeszuschuss. Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel überbringt frohe Kunde persönlich.

Einen Förderbescheid über 138 000 Euro für das Überbetriebliche Ausbildungszentrum in Weiden übergibt der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesbildungs- und Forschungsministerium Thomas Rachel (Dritter von links). Mit dabei (von links) der stellvertetende HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, HWK-Vizepräsident Albert Vetterl und CSU-Landtagskandidat Stephan Oetzinger.
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) Auszubildende und ihre Betriebe können sich freuen. Im Überbetrieblichen Bildungszentrum für Ostbayern (ÜBZO) der Handwerkskammer in Weiden (HWK) werden demnächst weitere neue digital gesteuerte Fräsen, Funktionsmotoren und Steuerrelais für Ausbildungszwecke zur Verfügung stehen. Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, war eigens nach Weiden gekommen, um dafür einen Förderbescheid in Höhe von 138 000 Euro an HWK-Vizepräsident Albert Vetterl und den stellvertretenden Geschäftsführer Hans Schmidt zu übergeben.

Rachel erinnerte daran, dass sich die Ausbildungsinhalte derzeit rasch verändern. Am Beispiel der Umstellung auf Elektroautos sei dies offensichtlich. Generell müssten die Ausbildungsgänge „fit gemacht werden für die Digitalisierung“. Als Beispiele nannte Rachel 3-D-Drucker und virtuelle Simulationsgeräte für Schweißtechniken. Rachel sieht hierin auch den richtigen Weg um die Ausbildung im Handwerk weiterhin attraktiv zu gestalten und so die duale Ausbildung als „entscheidende Säule in der Ausbildung“ zu stärken. Vetterl und Schmidt bedankten sich für die Fördergelder. „Viele Ausbildungsbetriebe im Handwerk können sich diese modernen und teuren Techniken nicht so schnell, wie diese entwickelt werden, auch leisten“, stellte Vetterl fest. Außerdem seien die Auszubildenden im betrieblichen Alltag oftmals in die praktische Arbeit eingebunden. Deshalb sei es besonders wichtig, dass das überbetriebliche Ausbildungszentrum der Handwerkskammer diese Verfahren in der Ausbildung durch „Spezialisten“ vermitteln kann. „So können wir das duale System gegen die Akademisierung hochhalten“, stellte Vetterl fest.

Ähnlich argumentierte auch Schmidt, der in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten „ausgelagerte Ausbildungswerkstätten für die Handwerksbetriebe“ sieht. Diese hätten in den letzten Jahren auch immer mehr Akzeptanz bei den Betrieben erhalten. Für Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht geht es ebenfalls um die Förderung der beruflichen Bildung. Als Sprecher seiner Bundestagsfraktion für den Bildungsbereich stellte er fest: „Wenn die berufliche Bildung nicht gestärkt wird, bricht sie weg“. In der Koalitionsvereinbarung sei die berufliche Bildung „prominent platziert“. Rupprecht forderte deshalb auch für die berufliche Bildung eine Aktion „entsprechend der Exzellenzinitiative für die Universitäten“. „Zehn Millionen Euro pro Region“ könne er sich vorstellen. Noch sei aber vieles in der Ideenphase.

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