Vorher hatte Bezirksvorsitzende Margit Konze das Leben als „ständige Veränderung“ beschrieben und erinnerte damit an die Jahreslosung 2018. „Veränderungen begegnen uns ständig. Alles andere wäre Stillstand.“ Beate Köstler, die mit Unterbrechung insgesamt zehn Jahre lang an der Spitze ihrer Gemeinschaft stand, hatte schon im Vorfeld ihre Nachfolge geregelt.
Auf die Vierer-Lösung hatte man sich geeinigt, weil sich niemand mehr bereit erklärt hatte, die alleinige Verantwortung zu tragen. Neue Schatzmeisterin wurde Resi Wies, Schriftführerin Marion Neuner. Beisitzer Erna Möller, Erika Steger, Evi Rauch und Eva Rösch-Stenzel. Revisoren sind Marianne Freundorfer und Hildegard Mulzer.
„Menschen finden hier eine Gemeinschaft“, sagte Geistlicher Beirat Gerhard Pausch. Vor 70 Jahren sei hier in Herz Jesu etwas Gutes und Segensreiches entstanden. Der Frauenbund sei eine Bereicherung des Pfarrlebens. „Es ist eine Freude, so einen Frauenbund zu haben.“ Schließlich unterschrieb der Stadtpfarrer die Wertung von Kurienkardinal Walter Kasper: „Ohne Frauen wäre jede Pfarrei morgen tot.“ Eine Kirche brauche Menschen, die sich engagierten, die aber auch kritisch eingestellt seien gegenüber den Zeitströmungen.
Beate Köstler überreichte dem Geistlichen eine Geldspende des Frauenbunds in Höhe von 500 Euro für das neue Pfarrheim, das am 14. Juli eingeweiht werden soll. Im Bericht wurde an zahlreiche Bibelgespräche erinnert, außerdem an Andachten und Besinnungstage. Es wurde gebastelt und es gab Vorträge über Wallfahrtsorte, Indien und einen U-Boot-Fahrer im Zweiten Weltkrieg.
An Fronleichnam hatten die Frauen einen Blumenteppich gelegt, außerdem Kräuter- und Palmbuschen gebastelt. Mit dem Erlös unterstützten sie das das Malavi-Projekt von Norbert Freundorfer finanziell, in das sie auch weiterhin investieren wollen.
Beate Köstler ließ 70 Jahre Frauenbund Herz Jesu Revue passieren. Die Chronik beginne am Dreifaltigkeitssonntag 1949. Damals habe Stadtpfarrer Karl Käß den Zweigverein Herz Jesu Wirklichkeit werden lassen. Gründungsvorsitzende sei Katharina Lang gewesen. Innerhalb von nur sechs Monaten sei die Mitgliederzahl von 121 auf 136 gestiegen. Erste Initiativen hätten kinderreichen Familien gegolten.
„In der neu eingerichteten Nähstube im Bühnenraum des Caritasheimes wurden viele Kleidungs- und Wäschestücke angefertigt.“ Besorgt gewesen sei man damals wegen der Bewohner im Barackenlager am Fichtenbühl. Um 1960 habe eine überaus positive Phase begonnen, als sich die Frauen den Fragen und Problemen des wirtschaftlichen Aufschwungs stellten. Später sei dann der sozial-karitative Charakter wieder mehr in den Vordergrund gerückt.
Ehrungen
Für 50-jährige Treue wurden geehrt Hildegard Mulzer, Elsbeth Maier, Eva Kunz und Gertrud Faltenbacher, für 45 Jahre Anni Schaller, für 40 Christina Pausch und Evi Rauch. 35 Jahre sind Barbara Schaller und Irmgard Pankow dabei. Mit Geschenken verabschiedet wurden die Vorstandsmitglieder Beate Köstler und Petra Hanker.













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