06.07.2018 - 14:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gefühlvoll, schmerzfrei, ehrlich: Ronja Künkler veröffentlicht erste CD

Es geht um Liebeslügen, innere Feuerwerke und das Gefühl, „bergab Fahrrad zu fahren“: Zwei Jahre schreibt die Rothenstädterin Ronja Künkler Liedtexte für ihre erste CD „Türen auf“, die sie nun vorstellt.

Die 19-jährige Ronja Künkler liebt die Musik. Jetzt veröffentlicht sie ihre erste CD "Türen auf".
von Julia Hammer Kontakt Profil

„Den Song ,Schmerzfrei’ habe ich für eine gute Freundin geschrieben, die Depressionen hat. Es geht darum, dass es besser ist, wenn man Schmerz nicht in sich hineinfrisst, sondern ihn hinaus lässt, sich jemanden anvertraut“, erzählt die junge Musikerin. Schon immer begleitet sie die Leidenschaft zur Musik. Sie lernt verschiedene Instrumente zu spielen, erkennt ihr Talent zu Singen. Am kommenden Sonntag, 8. Juli, stellt sie nun ihre erste CD „Türen auf“ um 19 Uhr im Albert-Weidner-Haus in Etzenricht vor. Im Interview erzählt die 19-Jährige, was die Aufnahmen für sie bedeuten.

Schmerzfrei - Ronja Künkler

ONETZ: Seit wann machen Sie Musik und was hat Sie dazu bewegt?

Ronja Künkler: Musik war schon immer Teil meines Lebens, da in meiner Familie der Instrumentalunterricht und das gemeinsame Musizieren ein wichtiger Bestandteil war. Der Moment, in dem ich merkte, wie wichtig mir Musik tatsächlich ist, kam aber relativ spät, etwa, als ich 16 Jahre alt war und von meinem Auslandsjahr in Frankreich zurückkam. Ich hatte die erste Big-Band-Probe seit langer Zeit. Diese Energie, die da bei entstand – da habe ich gewusst, dass ich das mein Leben lang machen werde.

ONETZ: Auf welchen Musikstil konzentrieren sich Ihre Lieder?

Ronja Künkler: Meine Musik kann man grob zum Deutschpop zählen. Allerdings habe ich auch Einschläge aus dem Jazz – und durch die hohe Bedeutung der Texte hat es auch etwas vom Genre Liedermacher. Ich trete meist als Singer-Songwriterin auf.

ONETZ: Sie haben Ihre erste CD „Türen auf“ veröffentlicht. Sind Sie bei einer Plattenfirma unter Vertrag?

Ronja Künkler: Nein. Die Aufnahmen liefen komplett privat im Studio eines guten Freundes in Bayreuth ab. Meine Schwester Marie war die anstoßende Kraft. Nachdem wir darüber geredet hatten, wie gerne ich das machen würde, hat sie gesagt: „Ronja, ich schenk dir die Aufnahmen jetzt zum Geburtstag, damit du’s endlich machst!“

ONETZ: Welche Bedeutung hat der Titel „Türen auf“?

Ronja Künkler: „Türen auf“ ist sowohl der Titel der EP als auch eines der Lieder. Für mich hat er zwei Bedeutungen. Zum einen ist da die ständige Frage danach, welche der vielen Optionen im Leben ich wähle, wo ich hinmöchte und wohin mich die Musik trägt. Zum anderen ist auch die Musik allgemein ein ungemeiner Türöffner, mit dem man auf einer ganz anderen Ebene Kontakt zu Menschen aufbauen kann.

ONETZ: Wodurch lassen Sie sich für Ihre Texte inspirieren?

Ronja Künkler: Es sind immer Themen, die mich persönlich beschäftigen. Ob es mein eigenes Leben betrifft, wie bei dem Song „Vergessen & Verdrängen“, in dem ich Liebeskummer verarbeite. Oder bei „Schmerzfrei“, den ich für eine sehr gute Freundin schrieb, die unter Depressionen litt. Meist kommen mir die Ideen beim Fahrrad fahren oder kurz vor dem Einschlafen, die ich dann möglichst schnell notieren muss, damit sie nicht wieder verschwindet.

ONETZ: Wie soll es in Zukunft weitergehen?

Ronja Künkler: So ganz kann ich das noch nicht sagen. Im Moment plane ich mein Studium der Philosophie und Kulturwissenschaft. Nebenbei möchte ich viel Musik machen. Wo sich das hinentwickelt und ob ich eines Tages doch mit Musik meinen Lebensunterhalt verdienen werde, weiß ich nicht. Ich werde auf jeden Fall in irgendeiner Form immer Musik machen.

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