24.02.2020 - 13:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gelungenes Faschingskonzert in Weidener Josefskirche

Die Akteure erfreuen das Publikum im Gotteshaus mit "Schwarzbierpolka" und "Radetzky Marsch". Stefan Schultes beweist sein Können auf dem Theremin, nicht zu verwechseln mit Thermomix.

Das Streichquartett spielt den Bert-Kaempfert-Klassiker "Spanish Eyes".
von Helmut KunzProfil

Es lohnte sich am Sonntag in die Kirche zu gehen und zuzuschauen, wie Stefan Schultes mit Zylinder auf dem Kopf monophone Töne aus einem Theremin zauberte. Die Besonderheit: Er erzeugte Klänge, ohne das Gerät zu berühren. Ein Theremin ist ein 1920 erfundenes elektronisches Musikinstrument, das wie von Zauberhand geführt, berührungslos gespielt wird und dabei Töne hervorbringt, wie man sie aus Science-Fiction-Filmen kennt. Das Stück, für das sich Schultes entschied, war „Après un rêve“ von Gabriel Fauré, das Erwachen aus einem Traum.

Winfried Bühner begrüßte die zahlreichen Besucher. Es musizierten die „Wirtshauseck Musi“ und ein Streichquartett. Piotr Pajak eröffnete das Konzert auf der Orgel mit „Narcia“ von Carlo Bodro, dem „Tyroler Walzer“ und Otto Eckermanns „Petit Boutique“. Dann tauchten Johann Fröhlich, Claudia Wittl (Steirische Harmonika), Hugo Wittl (Bass) und Christine Eller (Harfe) mit der „Schwarzbierpolka“ und Erich Paulis „Kashof Schottisch“ das Publikum in die Welt zünftiger boarischer Volksmusi ein.

Ziemlich düster erklang im Anschluss das Orgelwerk „Walzer Nr. 2“ aus der Feder Dmitri Schostakovitschs. Organist Pajak legte mit dem Soundtrack aus „The Police Academy“ nach. Bevor Sopranistin Petra Müller die Zuhörer mit „Ich gehör nur mir“ aus dem Erfolgsmusical „Elisabeth“ verzauberte, predigte Bühner „Das Wort zum Faschingssonntag“. „Ob Fastnacht, Fasching, Karneval, dahinter steckt doch allzumal, des Menschen Wunsch, trotz vieler Pleiten, das Böse aus der Welt zu treiben.“

Mit eleganter Bogenführung intonierte das Streichquartett den Zauber des Welthits „Spanish Eyes“. Schön schunkelte es sich zur Walzermelodie „Tanzen möcht’ ich“, die Elfriede Bühner, Willibald Wirth, Barbara Mädl und Birgit Memmel spielten. Bevor sich Schultes an der Orgel mit dem „Radetzky Marsch“ verabschiedete, machte die „Wirtshauseck Musi“ mit dem Freudenrauschwalzer und dem „Buxbaum“ noch einmal tüchtig auf boarisch.

Stefan Schultes beweist, dass das Spielen auf dem Themerin keine Hexerei ist.
Piotr Pajak und Stefan Schultes an der Orgel.
Die "Wirtshauseck Musi" spielte boarische Sachen.

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