05.06.2018 - 15:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Genuss für Leib und Seele

Tomaten, Gurken, Bohnen, Kürbis, Pflücksalat oder Kräuer der neue "Städtische Garten" lässt das Herz jeden Gemüsegärtners höher schlagen. Weidens Bürger sind hier aktiv zur Mitarbeit aufgerufen.

Seit Dienstag hat der "Städtische Garten" offiziell geöffnet. Stefan Dürgner, Bürgermeister Jens Meyer, Christine Egeter, Bauhof-Chef Björn Scheffczyk und Thomas Huber (von links) geben die Nutzung frei.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

(shl) Seit zwei Wochen lädt ein Gemüsegarten mit Hochbeeten an der historischen Stadtmauer in der Kurt-Schumacher-Allee zum Verweilen ein. Mitten in der Stadt wurde hier eine "Oase geschaffen, die Weiden erlebbarer und essbarer macht", wie Bürgermeister Jens Meyer bei der offiziellen Eröffnung des Gartens erfreut feststellte. Er dankte Bauhofleiter Björn Scheffczyk und den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei für die Idee und die wunderbare Umsetzung. "Das ist so ein schönes Fleckerl hier. Das werde ich auch meinen Kindern zeigen", sagte Meyer.

Ob alt oder jung, der Garten stehe jedem Bürger zur Verfügung. Die Idee dazu hatte der Bauhofleiter selbst. "In vielen Großstädten gebe es mittlerweile Mitmach-Gärten, warum nicht auch in Weiden?" Die Gemüsebeete böten eine optische Abwechslung zur üblichen Begrünung und würden zum Mitgestalten und Ernten einladen. Die "Essbare Stadt" sei ein Modellversuch und soll dazu animieren, sich am Wachstum der Gemüsesoren zu erfreuen, Unkraut zu zupfen oder sich Ideen fürs eigene Gemüsebeet zu Hause zu holen. Vormittags sei ein Gärtner anwesend. Auch bei ihm könnten sich Besucher jederzeit Tipps holen.

Bei der Auswahl des Gemüses hat Zierpflanzenmeisterin Christine Egeter auf gängige Sorten gesetzt. Cherry-Tomaten, Broccoli, Bohnen, Kohl, Sellerie, Mini-Paprika, Pflücksalat, Erdbeeren und duftende Kräuter machen Lust auf mehr. Hinweistafeln an jedem Beet klären über Inhaltsstoffe, ernährungsphysiologische Aspekte und Nutzung des Gemüses auf. So erfährt der Besucher nebenbei, dass Knollensellerie nicht nur im Rohkostsalat schmeckt, sondern auch in Scheiben in der Pfanne gebraten ein genussreiches Schmankerl sein kann.

Gegen mögliche Schädlinge wie Fadenwürmer oder die schwarze Bohnenblattlaus wurden Tagetes in die Beete gepflanzt. Gedüngt werde rein organisch, wie Egeter ergänzt. Beim Ernten bittet sie um sorgfältigen Umgang mit den Pflanzen. "Es wäre gut, wenn Interessenten ein geeignetes Messer oder eine Schere mitbringen", sagt Egeter. Zum Pflücksalat gibt sie noch einen Tipp: "Bitte immer von außen nach innen abschneiden. Das Salatherz sollte stehenbleiben. So kann der Salat immer nachwachsen."

"Es ist immer gut neue Ideen zu entwickeln," sagte Bürgermeister Meyer. Er würde sich freuen, wenn die Weidener Bürger Initiative zeigen und hier mitwirken. Wenn der Modellversuch erfolgreich ist und die Beete gut angenommen werden, ist geplant, die Flächen zu erweitern. Die ersten Neugierigen hätten schon vorbeigeschaut und sind begeistert.

Bewässern und ernten: Bürgermeister Jens Meyer, Christine Egeter, Bauhof-Chef Björn Schffczyk, Stefan Dürgner und Thomas Huber (von links) bei der Gartenarbeit.

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