17.03.2020 - 13:19 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gerichtsprozess wegen Corona vertagt

Die Coronakrise hat nun auch die Justiz erreicht. Eine Angeklagte konnte am Dienstag nicht zu ihrem Prozess vorgeführt werden.

Symbolbild.
von Autor RNSProfil

Die 57-jährige Weidenerin war in der Justizvollzugsanstalt Regensburg in einer Gemeinschaftszelle mit zwei anderen Frauen untergebracht gewesen. Als diese in eine andere Anstalt verlegt werden sollten, stellte der Anstaltsarzt bei Beiden erhöhte Temperatur fest: Coronaverdacht.

Deshalb muss die mutmaßliche Straftäterin, die in Weiden wegen des Handels mit Heroin, Fentanyl-Pflastern und Haschisch angeklagt werden sollte, längere Zeit in Quarantäne. Die Weidenerin soll über längere Zeit einen Teil der „Szene“ in der Max-Reger-Stadt mit den verbotenen Substanzen versorgt haben.

Ein weiterer Rauschgift-Prozess beginnt voraussichtlich an diesem Mittwoch um 9 Uhr. Ein 1997 geborener Mann aus dem Landkreis Tirschenreuth soll Marihuana nicht nur an Erwachsene verkauft haben. Auch 16-Jährige sollen zu seinem Kundenstamm gezählt haben. Im Januar 2017 soll es beim gemeinsamen Konsum mit einer 17-Jährigen dazu gekommen sein, dass die Weidenerin aufgrund gesundheitlicher Probleme zusammengebrochen sei. Die Verhandlung vor der ersten Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Präsident Gerhard Heindl ist für zwei Tage angelegt.

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