15.02.2021 - 13:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gibt es auch bei uns mehr bewaffnete Rechtsextreme?

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Die Zahl von Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis ist in Deutschland im Jahr 2020 deutlich angestiegen. Ist dieser Trend auch in der Nordoberpfalz spürbar? Wir haben bei den Behörden nachgefragt.

Die Zahl von Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis ist in Deutschland im Jahr 2020 deutlich angestiegen.
von Sebastian Böhm Kontakt Profil

Bundesweit erregen die steigenden Zahlen von bewaffneten Rechten Besorgnis, in der Nordoberpfalz ist dieser Trend aber bisher nicht spürbar. Die Zahl der den Behörden bekannten Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis ist in Deutschland im Jahr 2020 deutlich angestiegen. Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mitteilt, hatten die Sicherheitsbehörden Ende Dezember bundesweit rund 1200 tatsächliche oder mutmaßliche Rechtsextremisten auf dem Schirm, die legal Waffen besaßen. Das ist ein Anstieg um knapp 35 Prozent im Vergleich zu Ende 2019.

"Unser Ordnungsamt hat keinen Anstieg mutmaßlicher Rechtsextremisten mit legalem Waffenbesitz festgestellt", erklärt eine Sprecherin der Stadt Amberg auf Anfrage von Oberpfalz Medien. 2019 hatten in der Stadt Amberg insgesamt 902 Personen eine waffenrechtliche Erlaubnis für eine eintragungspflichtige Waffe, 2020 waren es 883 Bürgerinnen und Bürger.

In Weiden seien laut der Stadtverwaltung derzeit keine waffenrechtliche Verfahren mit Rechtsextremismusbezug anhängig. Im Jahr 2020 besaßen in Weiden 697 Personen legal eine Waffe, 2019 waren es 684. "Im Landkreis Tirschenreuth haben wir keinen Waffenbesitzer mit bekanntem rechtsextremistischem Hintergrund", beruhigt ein Sprecher des Landratsamtes auch für seine Region.

"Für den Landkreis Schwandorf lässt die Fallzahlenentwicklung keinen Trend hin zu mehr Bewaffnung bei (Rechts-)Extremisten erkennen", teilt das Landratsamt Schwandorf mit. Im Jahr 2020 sei ein Jagdscheinbewerber wegen nachgewiesener Zugehörigkeit zu einer extremistischen Gruppierung abgelehnt worden. Im laufenden Jahr 2021 seien zudem in einem Reichsbürgerfall eines Jägers alle Waffen sichergestellt worden. Das Widerrufsverfahren laufe hier aktuell, erklärt der Sprecher.

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