(rdo) Das Motto des Festes "Glauben - Leben - Feiern" verkündete Stadtpfarrer Markus Schmid. "Es ist nicht alltäglich, dass jemand einen Priester- oder Ordensberuf wählt", sagte er beim Festgottesdienst in St. Josef zum Jubiläum. Reaktionen wie "Mach doch etwas Vernünftiges" seien an der Tagesordnung. Aber gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, zum Glauben zu stehen. 125 Jahre Arme Schulschwestern und ihr Wirken in Weiden seien gute Beispiele für ein anderes Leben in der Nachfolge Christi.
Schwester spielt Fußball
Es ist nicht so wie in der Fernsehserie "Um Himmels Willen", in der die Ordensfrau täglich den Bürgermeister trifft, erläuterte Schwester Christine das Wirken der Armen Schulschwestern - auch OB Kurt Seggewiß war unter den Gästen. Doch seien die Schwestern weiter am Puls der Zeit, wie es die Ordensgründerin Maria Theresia Gerhardinger im Jahr 1833 vorgab. "Meine Schüler staunten, als ich Fußballspielen konnte", erzählte Schwester Christine.
Die Provinzoberin für Bayern, Schwester Monika, sah den Bildungsauftrag seit 1893 in Weiden im Vordergrund mit der Gründung verschiedener Bildungseinrichtungen wie der Kinderbewahranstalt Asyl St. Josef als Vorläufer des Kindergartens und der Mädchenschule, der heutigen Gerhardinger-Schule. Die Schwesternband, die aus München anreiste mit Musikerinnen aus verscheiden Orten Bayerns unter der Leitung von Schwester Gabriele Lober, gestaltete den Gottesdienst. Schmid hielt mit Kaplan Dr. Thomas Hösl und Pater Paul die Messe.
Am Nachmittag öffneten die Schwestern ihren Konvent, der heute als Schwestern-Altenheim dient. Sie zeigten zusammen mit Oberin Schwester Brigitte ihren neu gestalteten Klostergarten, der mit barrierefreiem Pflaster, neuer Infrastruktur der Kanäle, des Wassers und des Stroms erstellt wurde. Neue Beeteinfassungen, ein überdachter Ruheplatz mit Sitzgelegenheit und ein Verweilplatz mit Granitkunstwerken komplettieren das Ambiente. Die Ausstellung "125 Jahre Schulschwestern in Weiden" kam gut an.
Theater im Zauberwald
Nach dem Sonntagsgottesdienst lud die Pfarrgemeinde St. Josef zum dritten Pfarrfest rund um die Josefskirche ein. Alle Gemeindemitglieder halfen fest zusammen. Die Mitarbeiter der Kindergärten St. Maria, St. Josef sowie der Kindertagesstätte St. Anton, die Pfadfinder und die Eltern-Kind-Gruppe sorgten für Unterhaltung und Kinderbelustigung. So konnten die jungen Gäste an einer Orgelführung teilnehmen, im Sand spielen, Knautschbälle basteln und Schleim selbst herstellen.
Im Garten des Kindergarten St. Josef führten die Kinder das Märchen vom Rumpelstilzchen mit Bühnenbild im Zauberwald auf. Mit einem Kasperl-Theater unterhielt der Kindergarten St. Maria. Die Ministranten boten alkoholfreie Cocktails an. Für eine Kuchentheke sorgte der katholische Frauenbund. Der Erlös des Pfarrfestes geht in das Projekt Indienhilfe. Das Fest organisierte der Pfarrgemeinderat unter Sprecherin Romy Götz. Für Unterhaltung sorgte die "Letzauer Blasmusik".














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.