08.10.2019 - 11:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Große Schlagerhitparade vor 600 Fans in der Max-Reger-Halle

„Ich hätt gern ein Foto mit Ihnen", spricht ihn die Dame in der Pause an. „Selbstverständlich, kommen’s her.“ Früher waren Schlagersänger für ihre Fans unnahbare Helden. Schnell rauf auf die Bühne und hinten runter. Heute ist das anders.

Michael Hirte, der Mann mit der Mundharmonika.
von Helmut KunzProfil

Patrick Lindner zeigte bei der „Großen Schlagerhitparade“ am Sonntagnachmittag in der Max-Reger-Halle keinerlei Berührungsängste. Und auch seine Kollegen entpuppten sich für die Weidener als Schlagerstars zum Anfassen. Sowohl in der Pause, wie auch nach der Show.

Die Weidener Schlagerwelt freute sich auf G. G. Anderson, Ireen Sheer, Patrick Lindner, Michael Hirte und Sandro. Das Programm wurde von Moderator Sascha Heyna zusammen- und vorgestellt. Einem war es sichtlich peinlich, dass sich gerade bei seinem Auftritt das Mikrophon lockerte und während des Mundharmonikaspiels eine ganze Oktave runter rutschte. Aber fürs Publikum stand jetzt fest: Der Michael Hirte, der spielte wirklich live.

Der gebürtige Spremberger, der 2008 den „Supertalent“-Contest gewann, war der einzige aus dem Ensemble, der zum ersten Mal in der Max-Reger-Stadt gastierte. G. G. Anderson war schon mal bei einer Parade dabei. Ireen Sheer und Patrick Lindner kannten die Halle von den ADAC-Bällen her. Lindner war ferner erst auf Solo-Tour in Weiden.

Der erst 26-jährige Sandro, der es 2016 in der Casting-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ bis in die dritte Runde schaffte, präsentierte den Schlagerfreunden ein Potpourri aus seiner bisherigen Laufbahn. Immerhin hatte es sein Album „Verliebt“ bis auf den fünften Platz der deutschen Charts gebracht.

G. G. Anderson – „es muss ja auch kleine Leute geben“ – war der absolute Publikumsliebling vor der Pause. Als Komponist hat er tausend Titel geschrieben. Unter anderem für Mireille Mathieu, Rex Gildo und Andrea Jürgens. Selbst ist er bekannt geworden durch Lieder wie „Mama Lorraine“, „Am weißen Strand von San Angelo“ und „Sommernacht in Rom“.

Nach der Pause brachte Patrick Lindner – „ich liebe das Weidener Publikum“ – seine Fans unter anderem Schunkelmusik in Stimmung. Der gelernte Koch, der, wie er sagte, daheim den Abwasch meidet, holte zum Rundumschlag aus. „Ganz ohne Liebe kann man nicht durchs Leben gehn." Gut angekommen ist auch seine Interpretation vom „Griechischen Wein". Erst kürzlich habe er auf Udo Jürgens Grab eine weiße Rote niedergelegt, sagte er.

Das Finale gestaltete Ireen Sheer mit ihren Hits. Die deutsch-britische Schlagersängerin begeisterte ihr Publikum mit all den Songs, die sie früher in der „ZDF-Hitparade“ gesungen hatte. Anschließend kamen alle Interpreten noch einmal gemeinsam auf die Bühne, um hinterher im Foyer ihrem Publikum für Fotos und Autogramme zur Verfügung zu stehen.

Michael Hirte, der Mann mit der Mundharmonika.
Michael Hirte, der Mann mit der Mundharmonika.
Die Lady in Red, Ireen Sheer, singt ihre größten Erfolge.
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