20.04.2020 - 15:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Großer Andrang in Weidener Baumärkten und Gärtnereien

Seit Montag sind Baumärkte und Gärtnereien wieder geöffnet. Das führt zu langen Schlangen vor den Geschäften. Der Einlass wird streng kontrolliert. Doch das hält die Kunden nicht ab.

von Helmut KunzProfil

„Ich habe in den letzten Wochen so viel Gartenarbeit erledigt, wie noch nie zuvor. Inzwischen ist mir das Material ausgegangen. Jetzt brauche ich Nachschub", meinte ein Kunde, der sich am Montag beim Hagebaumarkt in die lange Schlange vor der Einkaufswagen-Ausgabe eingereiht hatte. Denn rein durfte nur, wer einen von den begehrten Wägelchen ergattern konnte. Die Security passte auf. Zu Wochenbeginn durften endlich wieder Baumärkte und Gärtnereien öffnen.

„Wie man sieht ist der Ansturm riesig“, sagte Hagebaumarkt-Geschäftsführer Werner Bergler. „Die Unvernunft bei manchen Kunden allerdings auch. Aber Gott sei Dank ist das die Minderheit.“ Einige wollten halt partout nicht einsehen, dass sie draußen aus Sicherheitsgründen und um sich und andere nicht anzustecken, auf freiwerdende Einkaufswagen warten mussten. „Aber die gewöhnen sich schon daran. Pro Person ein Einkaufswagen.“ Dies sei die Vorgabe.

„Wir haben 12.000 Quadratmeter Einkaufsfläche und geben nur hundert Einkaufswagen aus. Damit haben wir alles im Griff und keinerlei Probleme.“ Bergler konnte seine Kunden natürlich schon verstehen. Der Nachholbedarf sei groß. „Hauptsächlich wollen die Leute Gartenpflanzen.“

Beim benachbarten Obi-Baumarkt waren die Voraussetzungen ähnlich. Auch hier musste jeder Kunde einen Wagen „ziehen“. Einer der Security-Männer reinigte mit Desinfektionstüchern aus Angst vor dem Virus die Griffe an den Einkaufswagen. „Neben der Pflicht, einen der Wagen zu benutzten, muss bei uns jeder Kunde eine Maske tragen", betonte ein führender Mitarbeiter des Baumarkts. „Das Kundenaufkommen ist hoch und gekauft wird alles, was unser Baummarktsortiment anbietet.“ Eine übermäßige Kauflust der Weidener wollte er allerdings nicht feststellen.

Bei Eisen Knorr wurde der Einlass über Chipmarken geregelt, die am Eingang ausgegeben und am Ausgang wieder eingesammelt wurden. Wie Vertriebsleiter Frank Evertz erklärte, durften in der Spitze nur 150 Kunden ins Geschäft. „Damit haben wir eine überschaubare Personenzahl im Gebäude.“ Alle gesetzlichen Vorschriften, wie Sicherheitsabstände, würden eingehalten. Die Mitarbeiter schützten sich und Kunden mit Gesichtsmasken. Über das Verkaufsverhalten habe er noch keinen abschließenden Überblick. Aber soviel zeichne sich jetzt schon ab: „Die Leute wollen Gartensachen.“

Ähnlich war das Bild am Montag beim Gartencenter Dehner. Eine Security-Dame achtete am Eingang penibel darauf, dass niemand ohne Einkaufswagen ins Geschäft kam. „Laut Quadratmeterzahl dürfen wir bis zu hundert Personen einlassen“, berichtete ein Verantwortlicher. Mitarbeiter und Kunden schützten sich mit Gesichtsmasken, die am Eingang ausgegeben würden. Man habe mit dem großen Ansturm gerechnet und sei vorbereitet gewesen. Groß sei die Nachfrage nach Tiernahrung, Pflanzen und Gemüse für den Garten. Es sei schließlich April und Pflanzzeit. Das System habe sich ausgezahlt. "Das wird auch problemlos in der Zukunft funktionieren." Auch in den vergangenen Wochen sei man nicht faul gewesen. So war ein Teil der Belegschaft immer vor Ort. Schließlich mussten die Tiere gefüttert und die Pflanzen gegossen werden.

Auch in den wiedereröffneten Gärtnereien wurde Wert auf Abstand und Sicherheit gelegt. Bei der Gärtnerei Krauß in der Regensburger Straße wurden Kunden schon auf den Hinweisschildern gebeten, Mundschutz zu tragen. An die Leute wurde appelliert, möglichst alleine einkaufen zu gehen und sich bei einem Sicherheitsabstand von zwei Metern an die vorgegebene Pfeilrichtung des Rundwegs zu halten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.