13.08.2019 - 10:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Grüne begrüßen Pläne für attraktiveren Weidener Bahnhof

Dass aus dem Bahnhofsvorplatz eine "attraktive Eingangspforte der Stadt" wird, das wünschen sich auch die Grünen. Zwei Landtagsabgeordnete stellen vor Ort jedoch fest: Einfach wird das nicht.

Großer Bahnhof für die Grünen: Sabine Weigand (Zweite von links), grüne Sprecherin für Denkmalschutz im Landtag, und Abgeordnete Anna Toman (Dritte von rechts) informieren sich über die Pläne zur Umgestaltung des Vorplatzes. T
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Treffpunkt war der Bahnhofsplatz in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Hauptpostamt. Hier machte Sabine Weigand, grüne Sprecherin für Denkmalschutz im Landtag, Station auf ihrer "Denkmaltour". Mit dabei: die Stadträte Gisela Helgath und Karl Bärnklau und Veit Wagner sowie Anna Toman, Landtagsabgeordnete aus Tirschenreuth sowie Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz und Baudezernent Oliver Seidel. Schon seit längerem verfolgt die Stadt den Gedanken, das gesamte Areal um den Bahnhof neu zu denken und umzugestalten. Ein Rahmenplan beinhaltet die Verlagerung des Busbahnhofs und den Bau eines Parkhauses unter Einbeziehung eines Mobilitätskonzepts. Mit Anwohnern und Grundstückseigentümern steht man bereits in Kontakt. Zu den Schlüsseleigentümern gehört auch die Deutsche Bahn.

Die Vertreter der Stadt wünschen sich, dass die denkmalgeschützte Hauptpost am Bahnhofsvorplatz wieder „wachgeküsst“ wird. „Wenn ein Gebäude genutzt wird, so muss man sich um den Erhalt weniger Sorgen machen“, erklärte Baudezernent Seidel. „Die Stadt signalisiert die Bereitschaft zu konstruktiven Gesprächen.“

„Der Bahnhofsvorplatz mit Umgriff auf angrenzende Liegenschaften ist ein klassischer Fall für ein stadtplanerisches Nutzungskonzept unter Einbeziehung der Denkmalpflege und verkehrspolitischer Planungen“, stellte Sabine Weigand fest. „Das Postgebäude ist ein anschauliches Beispiel für Verwaltungsbauarchitektur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und könnte mit seinen schlossähnlichen Türmchen zu einem attraktiven Blickfang werden.“ Sicher werde es für die Stadt Weiden nicht einfach sein, zeitnah optimale Lösungen zu finden, sagte Anna Toman. "Dennoch lohnt sich die Mühe, aus dem Bahnhofsviertel eine attraktive Eingangspforte zur Stadt und einen Ort mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität zu machen.“

Weigand besuchte ferner den Flurerturm mit dem „Milchladl“. „Als einziges Überbleibsel des äußeren Stadtberings kommt diesem denkmalgeschützten Ensemble besondere historische Bedeutung zu", erkannte sie. "Dankenswerterweise hat die Stadt hier bereits viel investiert. Jetzt gilt es eine optimale Nutzung für diese bezaubernde Immobilie zu finden.“ Die Idee, ein kleines charmantes Hotel einzurichten, fand in der Runde großen Anklang. Aber es gebe auch andere Möglichkeiten.

Hoher Besuch bei den Weidener Grünen.

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