Weiden in der Oberpfalz
16.01.2020 - 10:27 Uhr

Grüne: "Weiden soll das kommunalpolitische Vorbild für ganz Deutschland werden"

"Wir haben im 21. Jahrhundert ganz andere wirtschaftliche Herausforderungen. Alles muss dem Gemeinwohl dienen", hieß es beim "Alten Schuster", wo der Kreisverband der Grünen die hochgesteckten Ziele seines Wahlprogramms vorstellte.

Die Weidener Grünen fordern den Wandel. Bild: Kunz
Die Weidener Grünen fordern den Wandel.

"Weiden soll das kommunalpolitische Vorbild für ganz Deutschland werden." Die Vorschläge reichten vom regionalen Wirtschaftskreislauf bis hin zum Abenteuerspielplatz für Kinder. Die Welt sei im Wandel und Weiden befinde sich mittendrin. "Wenn wir dem Klimawandel, dem Artensterben, der sozialen Ungerechtigkeit und der Gefahr einer intoleranten Gesellschaft begegnen wollen, werden die nächsten Jahrzehnte auch in unserer Stadt große Veränderungen mit sich bringen." Karl Bärnklau forderte ein Ende von Prestigebauten und Leuchtturmprojekten. Es dürften nur noch Immobilien mit wenig CO2-Ausstoß errichtet werden und von städtischer Seite nur noch solche, bei denen die Stadt auch in der Lage sei, die Folgekosten zu tragen.

Gisela Helgath erinnerte an die Anfänge der Grünen vor 40 Jahren. "Heute sind wir in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir sind eine Partei mit Weitblick, den andere Parteien in Weiden nicht haben." Das Programm "Weiden 2040" stehe für Mut, den Bürgern die Wahrheit zu sagen. "Wir wollen unseren Kindern und Kindeskindern mehr geben, als nur ein neues Spielzeug."

Die Stadträtin setzte auf den Bundestrend und viele Stimmen am 15. März. "Wenn wir mehr sind, können wir unsere Ideen eher durchkriegen. Darum kämpfen wir." Das Programm stellten Helgath und Bärnklau gemeinsam mit Oberbürgermeisterkandidatin Sonja Schuhmacher, Ronald Wesche, Manfred Weiß, Falk Ponsold und Andreas Gmeiner vor.

Schuhmacher will für den Wald und gegen das Gewerbegebiet Weiden West IV kämpfen und setzte auf vorhandene Industriebranchen und die Stilllegung des Latscher Flugplatzes unter Beibehaltung des Rettungshubschraubers. Gleichzeitig trete sie für einen umfassenden Ausbau erneuerbarer Energien unter Einbeziehung innovativer Speichertechnologien und Bürger-Energieanlagen ein, sagte sie. Weiden müsse sich am "European Energy Award" beteiligen.

Helgath sprach sich für eine alternative Straßennutzung aus, für ein autofreies Leben und weniger Lärm. Dazu forderte sie eine höhere Bustaktung, Velo-Routen für Pendler, Flaniermeilen mit ausreichender Breite, Fahrradstraßen mit überdachten Abstellplätzen und Lademöglichkeiten für Pedelecs. Außerdem "Kurzparkzonen für kurze Autos".

Gmeiner argumentierte für eine aktive Bürgerbeteiligung. Er forderte ein Kinder- und Jugendparlament mit Mitspracherecht im Stadtrat. Außerdem eine hochwertige Ganztagsbetreuung und ein gutes ausgewogenes Mittagessen in den Schulküchen. "Ökologisch orientierte Bildung ist uns wichtig." Auch den Ausbau der "Fair-Trade-City", die Förderung von Musikschulen und Räumlichkeiten für den Oberpfälzer Kunstverein und Weidener Kunstverein.

"Wir wollen Neubürgern und Asylbewerbern die Ankunft in Weiden erleichtern", unterstrich Weiß. Deshalb sein Vorschlag: "Beratungsstellen auf eine einzige Kompetenzstelle konzentrieren." Seiner Ansicht nach bestimmten Menschenrechte, Offenheit, Toleranz und freiheitliches Denken ein friedvolles Zusammenleben. "So fühlen sich Menschen willkommen und können sich integrieren." Davon profitierten alle. Das weitere Wahlprogramm: Künftig müssten die begrenzten Haushaltsmittel zukunftsorientierter eingesetzt werden.

Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung. Bild: Kunz
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung.
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung. Bild: Kunz
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung.
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung. Bild: Kunz
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung.
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung. Bild: Kunz
Die Weidener Grünen fordern einen Ausbau des ÖPNV und eine höhere Bustaktung.
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