29.07.2018 - 17:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gut durchgebraten

Zwei Tage lang sind die Weidener heiß auf Fisch. Trotz der hohen Temperaturen, die zur Herausforderung für die vielen Helfer werden. Am Ende gibt's zum großen Fischerfest-Jubiläum nur strahlende Gesichter.

In der Hitze braten.
von Helmut KunzProfil

Zwei Tage Fischerfest bei sengender Hitze. Schlangestehen an den Verkaufsständen. Man hätte die Fische wohl nur am Schwanz packen und fünf Minuten in die Sonne halten müssen: Die wären bestimmt fast genauso gut durchgebraten gewesen wie auf dem Grill. So mussten sie alle schwitzen. Stundenlang. Die freiwilligen Helfer des Weidener Fischereivereins. Nicht nur die Leute am Grill, auch die Helfer am Fettgrill, an der Fritteuse und in der Spülküche. Da war keiner ausgenommen.

Sehr arbeits- und personalintensiv, das Fest. Und trotzdem waren sie alle hochzufrieden. Das 30. Weidener Fischerfest hätte nicht besser besucht sein können. „Wir waren heuer etwas später dran“, stellte stellvertretender Vorsitzender Patrick Sasse fest. Aber das hätten die Leute den Anglern nicht krummgenommen. „Die sind alle gekommen.“ Zum zweiten Mal ans Wasserwerk, wo die Infrastruktur einfach eine bessere ist als am alten Standort, draußen neben dem Stadtbad am Flutkanal.

Dort war es schon mal vorgekommen, dass das Stromaggregat ausgefallen ist, was hier den Fischern nicht mehr passieren kann, weil sie auf die Anlagen der SpVgg SV Weiden zurückgreifen können. „Wir waren auch ganz schön fleißig mit der Angel unterwegs“, erzählte Sasse. Alles fürs Fischerfest. Diesmal standen 1500 Krebse auf dem Speiseplan. Eine der großen Delikatessen auf dem Fest. „Die gehen richtig gut.“

„Wir sind alle schon seit Mittwoch im Einsatz, ist schon hart.“ Eigentlich hätten sie sämtliche Fische schon am Samstag verkaufen können. „Aber wir haben um zehn aufgehört, sonst hätten wir für den Sonntag nichts mehr gehabt.“ Die absoluten Renner waren Krebse, frittierte Zander und Makrelen vom Grill, die allerdings angekauft werden mussten, weil es in Weiden keine zu fangen gibt. Die Fänge wurden von den Mitgliedern selbst zubereitet. Es gab Forellen, Karpfen und Weißfische, gegrillt geräuchert oder sauer auf dem Teller. Im Angebot waren aber auch Fischpflanzln und das beliebte Zanderfilet im Bierteig. Kinder vergnügten sich wieder beim Angelspiel.

Am Samstag spielte „Musik total“ im Festzelt. Für Kinderunterhaltung sorgte der Zug- und Begleithundeverein. Am Sonntag war eine Hüpfburg aufgebaut, und Entertainer „Horst“ unterhielt die Gäste. Im Zelt hielt es fast keiner aus. Alle wollten nach draußen, wo es kaum noch freie Plätze gab. Neben Gegrilltem waren auch Kaffee und Kuchen begehrt.



Fisch, frisch auf den Tisch.
Bei diesen Temperaturen sind ein, zwei, drei kühle Biere ein Genuss.
Selbst der Mann vom Grill braucht mal ne Kaffeepause.
Ich will nicht mehr hüpfen. Zu heiß!
Ein Blick hinter die Kulissen.
Immer hinten anstellen. Fisch gibt's genug.
Hinter seinem Keyboard verschanzt: Entertainer Horst.
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