06.09.2018 - 11:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Hammerweg: Das Grün soll bleiben

Baudezernent Oliver Seidel erläutert bei Radtour durch den Stadtteil das geplante Bauprojekt auf dem Turnerbundgelände. Architektenwettbewerb steht an.

Die Grünen haben zur Radtour durch den Hammerweg eingeladen und besichtigen unter anderem das ehemalige Gelände des Turnerbunds.
von Helmut KunzProfil

Im Idealfall könne auf dem ehemaligen Turnerbundgelände am Hammerweg 2021 der erste Bauabschnitt beginnen. Dies sagte Baudezernent Oliver Seidel am Mittwoch bei einer Radltour der Grünen-Stadtratsfraktion. Der Stadtrat habe sich für eine Lösung zwischen einer mittleren und hohen Baudichte entschieden, um dem sozialen Baucharakter Rechnung zu tragen. Seidel rechnet mit 250 bis 350 Wohneinheiten. Wäre es nach dem Willen der Regierung der Oberpfalz gegangen, so wäre auch der Park zwischen Hammerweg und Turnerbund der Axt zum Opfer fallen. Der Regensburger Behörde sei die Zufahrt zum Baugebiet als zu lange vorgekommen, deshalb sollte diese Strecke straßenbegleitend bebaut werden. „Aber das wäre der Bevölkerung nur schwer vermittelbar gewesen“, sagte Seidel. „Das Grün soll nicht angetastet werden.“

Anfang 2017 hatte die Stadt das Gelände vom Turnerbund erworben. Aber schon vorher habe der Kontakt zur Regierung bestanden hinsichtlich einer Förderung. Nach einer abgeschlossenen Machbarkeitsstudie habe man im vergangenen Jahr eine Bürgerversammlung einberufen und aufgrund der Ergebnisse daraus sechs Textentwürfe unter Berücksichtigung von Studie und der Vorstellung der Bürger erstellen lassen, so der Baudezernent.

"Die Entwürfe sind natürlich noch nicht der Weisheit letzter Schluss", sagte Seidel. Denn als nächstes werde ein städtebaulicher Architektenwettbewerb ausgelobt und nach Lösungen gesucht. Außerdem: „Wir werden ein Verkehrsgutachten erstellen, welche Zufahrtswege benötigt werden. Wir wollen keinesfalls den städtischen Umgriff beeinträchtigen.“

Auch werde ein Altlastengutachten in Auftrag gegeben und untersucht, ob das angrenzende Striegl-Gelände, das sich im Besitz der Stadt befindet, mit einbezogen wird in die Wohnbebauung. Dieses Grundstück werde allerdings mittlerweile als Zwischenlagerfläche der Stadt Weiden für Bauaushub genutzt. Zuletzt benötige man noch ein naturschutzfachliches Gutachten. Denn beispielsweise nisteten in den alten Gebäuden Fledermäuse.

Der Zeitplan stehe, sagte Seidel. Bis Ende 2018 werde der Architektenwettbewerb in Auftrag gegeben. Die Auswertungen dauerten etwa ein Jahr. 2020 werde wohl die Bauleit- und Hochbauplanung abgeschlossen sein und die Antragsstellung beim Förderer in Regensburg vorliegen. Weil die Stadt Eigentümer aller Flächen sei, besitze sie auch die Hoheit über alle Qualitätsansprüche vor Ort. „Uns geht es um Nachhaltigkeit. Wir wollen, dass die Mieter länger bleiben."

Die zweite Station der radelnden Gruppe war das ehemalige Gelände der Firma Möstel. Hier fand Stadtrat Karl Bärnklau, dass das Gebiet um den Lebensmittelmarkt zugepflastert sei. „Das haben wir im Stadtrat nicht umrissen." Er hätte in diesem neugebauten Stadtteilzentrum lieber mehr Grün gesehen.

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