Weiden in der Oberpfalz
29.07.2020 - 10:58 Uhr

"Haute Knoture" als Denkmal für den Lockdown

Die Weidener Künstlerin Carolin Schiml stellt eine Sitzgruppe im City-Center aus. Sie ist ein Denkmal für den coronabedingten Lockdown.

Carolin Schiml präsentiert ihre Sitzgruppe im Foyer des City-Centers. Bild: Kunz
Carolin Schiml präsentiert ihre Sitzgruppe im Foyer des City-Centers.

"Hinsetzen + Anfassen erwünscht." Seit geraumer Zeit gibt es das von der Amerikanerin Lindsay G. Thomson ins Leben gerufene internationale „100 Day Project“, an dem sich Künstler aus aller Welt beteiligen. „Ich bin freischaffende Künstlerin und habe ein Denkmal für die Zeit des coronabedingten Lockdowns angefertigt“, erklärte die freischaffende Künstlerin Carolin Schiml am Mittwochvormittag bei ihrer Vernissage im Foyer des City-Centers.

Die Mitwirkung am „Project“ sei immer für einen Zeitraum von Hundert Tagen angesetzt. Der jeweilige Arbeitsfortgang werde dann täglich auf Instagram gepostet. Die Weidenerin vertritt die Region Oberpfalz und hatte sich für ein Knoten-Projekt entschieden. „Knotenkunst oder ‚haute knoture‘ betreibe ich jetzt schon seit Jahren.“ Ihr Kunstwerk, eine Sitzgruppe, wird eine Woche lang im Eingangsbereich des City-Centers zu sehen sein.

„Zuerst wollte ich eine Koralle machen, dann kam das Corona-Virus. Und ich habe den aktuellen Anlass genutzt, dem Ganzen ein Denkmal zu setzen." Ihr „Denkmal für den Lockdown“ ermuntere Passanten, sich auf ihrer Knotenkunst-Sitzgruppe niederzulassen. Deshalb habe sie sich hier diesen öffentlichen Raum für ihre "Installation zum Anfassen" ausgesucht. „Auch Corona hat die Menschen erstmals dazu gezwungen, sich Zeit zu nehmen, sich hinzusetzen und über ihr Leben nachzudenken. Und ich hatte Zeit, Kunst zu machen.“ Hoffentlich hätten die Leute Freude ihrer Arbeit.

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Schwandorf26.07.2020
 
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