Weiden in der Oberpfalz
15.11.2023 - 07:20 Uhr
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Hightech aus Weiden rund um den Globus

Der Boardmaster ist das neueste Prunkstück der „Heidelberg Web Carton Converting GmbH“. Die Maschine, ein Meilenstein im hochvolumigen Verpackungsdruck, stand im Mittelpunkt der "Demo-Days" des Weidener Unternehmens.

Technologie aus Weiden geht in die ganze Welt. Da könnte man einige Namen nennen. Eine Firma, die seit mehr als 30 Jahren erfolgreich tätig ist und durch die Bank Spitzenleistungen abliefert, ist die „Heidelberg Web Carton Converting GmbH“, DER Technologieführer im Flexodruck.

Der Betrieb konstruiert, verkauft, montiert und installiert innovative Inline-Flexodruckmaschinen und Stanzen. Die Maschinen vereinen Drucken, Veredeln und Stanzen von der Papierrolle zur fertig gestanzten Verpackung – in nur einem Arbeitsgang. Mit Hilfe seiner Anlagen produzieren die Kunden der Weidener Firma weltweit nachhaltige Karton-Verpackungen aller Art. Von Kosmetik-, über Getränke- und Pharma-, bis hin zu Lebensmittelverpackungen. Und das alles ohne Plastik und Chemie, dafür mit Wasserfarben, für die in dem Weidener Standort Am Forst Druckanlagen in die ganze Welt geliefert werden.

Im Mittelpunkt steht dabei aktuell die „Heidelberg Boardmaster“. Ein beeindruckendes, 50 Meter langes Konstrukt, das all dies verwirklicht. Produktmanager Werner Schwab erläuterte bei den „Boardmaster Demo-Days“ des Unternehmens die Technologie dieses Innovations-Trägers. Die Druckanlage wird in den nächsten Wochen in die USA transportiert. 600 Meter Papierdruck laufen in einer Minute durch die Anlage.

Die Maschine wurde vor Ort in Weiden konstruiert und montiert. Dafür stehen 100 höchst kompetente Mitarbeiter in den einzelnen Segmenten. Da ist man Weltmarktführer, verdeutlichte Matthias Boog, der Geschäftsführer des Weidener Standorts, bei der Demowoche. Die Heidelberg-AG erwirtschaftet insgesamt 2,4 Milliarden Euro Umsatz mit 9500 Mitarbeitern an 250 Standorten in 170 Ländern.

Die vorgestellte Boardmaster bedruckt enorme Mengen von Faltschachtel Verpackungen, verdoppelt die Produktivität und senkt Betriebskosten erheblich. Darunter kann man sich alles vorstellen, von der Arzneiverpackung bis hin zu Getränke oder Lebensmittelverpackungen. Jeder von uns hat sie im täglichen Gebrauch und findet sie z.B. in Supermärkten oder Drogerien. „Wir fahren dabei auf der Schiene Papier, nicht Plastik“, betont Boog. Die Maschine arbeitet nicht mit Lösungsmitteln, sondern nur mit Wasserfarben. Der Weidener Geschäftsführer warf die Frage auf, wie viele Lebensmittel nach kurzer Zeit im Müll landen würden, wenn es keine Verpackung gäbe. „Wir betreiben Produktschutz“, erläuterte Boog.

Die hier in Weiden vorgestellte Drucklinie geht wie gesagt in die USA. Kosten: knapp unter zehn Millionen Euro. Weitere Aufträge hat das Unternehmen aktuell aus Asien und Afrika – sowie Anfragen aus der ganzen Welt.

 
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