02.09.2018 - 19:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Hilfe im Dschungel der Förderung

Seit zwei Jahren gibt es das vom Bezirk Oberpfalz eingerichtete Innovations- und Technologieberatungsbüro für die mittelständische Wirtschaft in Weiden. Bezirk und Stadt ziehen eine Zwischenbilanz.

Lucie Valentova berät Klein-und Mittelbetriebe in Technologie- und Förderprogrammfragen. Über ihre Schultern schauen (von links) Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Wirtschaftsförderer Nicolas Lahovnik
von Siegfried BühnerProfil

(sbü) "Für mich ist es eine absolute Erfolgsgeschichte. Sie soll auch über die Förderperiode hinaus verlängert werden." Diesen Satz von Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher dürfte Lucie Valentova, Leiterin des Beratungsbüros Oberpfalz, zur Innovationsförderung für den Mittelstand, gerne gehört habe. Jetzt weiß sie, dass sie ihre Arbeit auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann.

Um Zwischenbilanz zu ziehen, war Höher zusammen mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Wirtschaftsförderer Nicolas Lahovnik in das Beratungsbüro der Technologie-und Förderungsberaterin gekommen. "Wir verstehen uns als die Kümmerer für innovative Entwicklungen in den Klein- und Mittelbetrieben", erläuterte Valentova ihre Arbeit. Das Dienstleistungsangebot beginnt bei der Suche nach geeigneten Technologie-Förderprogrammen, reicht über die Unterstützung bei der Antragsstellung und schließt die komplette Prozessbegleitung bis hin zum Projektabschluss mit ein.

Brückenschlag wagen

Kontakte mit der Wissenschaft werden vermittelt. Und es geht um grenzüberschreitende Zusammenarbeit, unter anderem durch Suche nach Partnern in Westböhmen. Büroleiterin Valentova profitiert von ihrer Herkunft aus Pilsen. Für einen Technologietransfer empfiehlt Valentova die Zusammenarbeit von Oberpfälzer Firmen mit der Westböhmischen Universität Pilsen.

Für Oberbürgermeister Seggewiß hilft das Beratungsbüro auch deshalb, weil "ein Förderprogramm das andere jagt". Seggewiß sieht auch eine enge Partnerschaft mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Weiden. Wirtschaftsförderer Lohovnik betont: "Wir spielen uns die Bälle gegenseitig zu." Während er sich als zentraler Ansprechpartner in der Stadt "für alle Unternehmensbelange einschließlich der Bauvorhaben" sieht, könne Beraterin Valentova in Technologiefragen "fachlich in die Tiefe gehen".

Die Million geknackt

Zahlreiche Firmen profitierten bisher von der Arbeit des Beratungsbüros, darunter Lehmorange aus Altenstadt und die BAM GmbH in Weiden. Mit sichtbarem Stolz bemerkt Valentova dabei: "Wir haben bis Ende vergangenen Jahres bereits eine Million Euro an Fördermittel eingeworben." 80 Anträge von Klein- und Mittelunternehmen wurden bis Ende 2017 unterstützt, 54 davon bereits bewilligt. Häufig geht es um Prozessinnovationen und Digitalisierung. Kosten für Beratung entstehen den Unternehmen nicht. Betriebe bis 250 Beschäftigte, auch aus dem Dienstleistungsbereich und dem Handwerk, können sich an das in den Räumen des ETZ in Weiden untergebrachte Beratungsbüro, Telefon 0151/ 74115674, wenden.

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