Weiden in der Oberpfalz
22.10.2023 - 10:11 Uhr

Hunderte Besucher beim "Tag der offenen Tür" im Klinikum Weiden

Aus der Nähe dem Rettungshubschrauber beim Landen zusehen, die Geräte im Operationssaal erklärt bekommen, durch die Labors schlendern: All das und noch viel mehr bekommen die vielen Besucher geboten.

Die Klinikleitung war hochzufrieden. Die genaue Besucherzahl konnte nicht ermittelt werden, aber wie Pressesprecher Michael Reindl mitteilte, war es eine vierstellige Zahl. "Alles wird gut angenommen." Seit vielen Jahren hatte es im Klinikum keinen "Tag der offenen Tür" mehr gegeben. 2020 war zwar einer geplant, musste aber wegen Corona abgesagt werden. "Ich glaube, dass wir wirklich ein breites Programm aufgestellt haben, das interessiert." Tatsächlich: Am Samstag fluteten wahre Besuchermassen in vielen geführten Gruppen unter anderem die Operationssäle. Heiß begehrt war der Aufzug hoch in den fünften Stock zum Hubschrauberlandeplatz.

Weil die OP-Führungen so extrem nachgefragt wurden, bot das Klinikum kurzerhand drei weitere Führungen an. Reindl dankte auch allen Ausstellern. Besonders aber den vielen Hilfskräften im Hintergrund, allen aus den Wirtschaftsbetrieben, die die Vorbereitungen getroffen hatten, aber auch den Leuten in den Küchen, die rund und die Uhr "rödelten". Im Cateringbereich gab es kostenlose Speisen und Getränke. Landrat Andreas Meier fand es wichtig, den Menschen vor Ort einmal aufzuzeigen, was hier im Klinikum eigentlich geleistet werde. "Vor allem, dass hier Menschen dahinterstehen."

Krankenhäuser würden gerne von außen anonym betrachtet. "Aber das sind alles ganz tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Ganze am Laufen halten. Respekt." Sechs Stunden lang konnten sich die Gäste orientieren. Offen standen die Frauenklinik und das Herzkatheterlabor. In der Cafeteria wurden Expertenvorträge angeboten. Dabei ging es um die Frage, was zu tun sei, um gesund zu bleiben, um Krebstherapien, Diagnostik, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, Gelenkersatz, Herzerkrankungen und sogar darum, wie sich Herzerkrankungen in Film und Kino darstellen.

Die Blue Devils gaben Autogramme. Gruppenweise konnte neben dem Hubschrauberlandeplatz und den Operationssälen auch Endoskopie, Labor, Palliativstation und das sozialpädiatrische Zentrum, nebst Physiotherapie und Kreißsaal besichtigt werden. ILS-Nordoberpfalz-Leitstellenleiter Jürgen Meyer sprach von einem wirklich interessanten Tag. "Man kann wirklich dort hingehen, wo man sonst nicht hineinkommt. Vor allem hoch zum Helipad mit seiner wunderbaren Aussicht, den unser 'Christoph 80' und 'Christoph 20' aus Bayreuth anfliegen." Laut dem Leiter der Revision, Mario Gittler, landeten und starteten die Helis pro Jahr rund 400 Mal auf dem Klinikdach. Man könne sich aber auch interessante Vorträge anhören, fuhr Meyer fort. "Wir von der integrierten Leitstelle zeigen die Wichtigkeit des Notrufes auf."

 
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