05.03.2020 - 14:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Issy-les-Moulineaux-Platz: Vor Veränderungen Untersuchung abwarten

Die Bürgerlisten-Vertreter sind ungeduldig. Die Verkehrssituation am Issy-les-Moulineaux-Platz in Weidens Zentrum bezeichnen sie als unbefriedigend. Und fordern Maßnahmen. Bürgermeister Lothar Höher aber warnt vor überschnellen Reaktionen.

Die Dunkelampel am Issy-Platz stellt viele Verkehrsteilnehmer vor Probleme. Trotzdem wird sie vorerst bleiben. Einen Trumpf aber hat die Stadtverwaltung im Ärmel.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Lothar Höher ist ebenfalls nicht zufrieden, wie es derzeit verkehrsmäßig am Issy-Platz läuft. Veränderungen aber hält er für verfrüht. Im Sonderausschuss für Innenstadtentwicklung erinnerte er daran, dass der Stadtrat bewusst die provisorische Lösung beschlossen habe. Es gebe noch Untersuchungen, Anwohner und Bürger sollen befragt werden. Es ergebe keinen Sinn, alle paar Monate etwas zu verändern. Der neue Stadtrat könne die Problematik in aller Ruhe lösen.

Baudezernent Oliver Seidel verwies darauf, dass das Darmstädter Verkehrsplanungsbüro "R+T" Erkenntnisse über Verbesserungen liefern soll. Stadtplaner Friedrich Zeiß stellte Hinweisschilder vor, die erklären, wie die "Dunkelampel", auch "schlafende Ampel" genannt, funktioniert. Viele Leute seien am Issy-Platz völlig verunsichert, stellte Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) fest. Dies führe dazu, dass die Ampel viel öfter gedrückt werde als notwendig. Die Idee werde noch nicht erkannt. Wildenauer könnte sich eine Lösung wie am Macerata-Platz/Ringstraße (Stichwort: "shared space") vorstellen. Diese würde zu weniger Verkehr führen und die Geschwindigkeit weiter verringern. "Tempo 30 ist am Issy-Platz noch zu schnell."

Fraktionskollege Philipp Beyer wies darauf hin, dass die Diskussion in der Bevölkerung zunehme. Geschäftsinhaber hätten auch festgestellt, dass die fehlenden Parkplätze auf beiden Seiten zu Umsatzeinbußen geführt haben.

Auf Frage von Karl-Heinz Schell (SPD) nach Stellplätzen für Behinderte, sagte Seidel, dies könne bei möglichen Umgestaltungen berücksichtigt werden. Man müsse sich Zeit nehmen, forderte CSU-Fraktionschef Markus Bäumler. Das Hinweisschild sei eine gute Sache. Bei Umgestaltungen müsse man beachten, dass es sich um eine Staatsstraße handle. Brigitte Schwarz (SPD) wusste von Bestrebungen des Städtetages, Städten mehr Hoheit über ihre Straßen zu gewähren.

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